Heinsberg-Dremmen: Schon heute ein Denkmal verdient

Heinsberg-Dremmen : Schon heute ein Denkmal verdient

Der Heimatforscher Leo Gillessen hat wieder ein Buch über seinen Heimatort geschrieben.

Seine zahlreichen Veröffentlichungen zu den verschiedensten Fragen der Dremmener Geschichte, die etwa zur Zeit der Merowinger einsetzt und kirchengeschichtlich zur Entwicklung als Mutterpfarre für die Umgebung führte, sind unübersehbar, und der Ort schuldet ihm ein Denkmal schon zu Lebzeiten.

Wer den Autor und früheren Museumsleiter kennt, weiß, dass er nicht rasten und rosten wird, so lange es ihm die Gesundheit erlaubt, um seinem geliebten Heimatort geschichtlich zu dienen. Ohne seine Beiträge sind die Dremmener Heimatabende undenkbar.

Aber auch über die Ortsgrenzen hinaus sind Gillessens profunde Kenntnisse en gros und en détail geschätzt. Das neue Buch ist dem Thema Straßen und Gassen in Dremmen gewidmet und kann beim Heimatverein zum Preis von 3 Euro erworben werden. Ansprechpartner ist der Vereinsvorsitzende Christoph Wirtz, Sebastianusstraße 43.

Mit 52 Seiten und 4 Karten

Das Büchlein umfasst 52 Seiten und enthält 4 Karten. Es gibt einen detaillierten Überblick über alle historischen und auch die heutigen Straßen und Gässchen (Jätzkes) mit ihren Namen, die sich während der letzten zwei Jahrhunderte mehrfach verändert haben.

Die ältesten Namen lassen sich bis ins 15. und 16. Jahrhundert zurückverfolgen.

Gillessen wendet sich aber auch baulichen und landschaftlichen Gesichtspunkten zu und geht siedlungsgeschichtlich auf die Ursprünge des Ortes zurück, die einmal beim Lütticher Hof beziehungsweise der Kirche St. Lambertus lagen.

So empfiehlt sich diese Schrift sowohl für Alt- wie Neu-Dremmener. Heutzutage verfügt der Ort über 48 Straßen.

Dagegen ist die Zahl der romantischen, „sagenumwobenen” alten Gässchen von dereinst zwölf zurückgegangen. Sie stellten zum Beispiel einmal den Ort für das erste Rendezvous dar, aber auch für ausgetüftelte Streiche - vor allem während der frühen Abende in Herbst und Winter.

Was die Straßen betrifft, so sind in den Neubaugebieten wie an der Schule, am Waidberg oder im Industriegebiet viele neue hinzugekommen, wobei nicht selten auf die einstigen Feldgemarkungen Bezug genommen wurde. Das bedurfte für Gillessen der Erläuterung.

Er spürte aber auch ehemaligen Gewässern - zum Beispiel der so genannten Köttelschar oder Jungen Wurm - nach, dann alten Gebäuden und Kapellen.