Heinsberg: Schnee aus Neuss auf Tiefladern nach Heinsberg

Heinsberg : Schnee aus Neuss auf Tiefladern nach Heinsberg

Eine Schneeparty zu Silvester in Heinsberg - für die Gäste des Bistrots „Picasso” in der Hochstraße blieb dies keine Illusion, sondern wurde Wirklichkeit.

Sie tranken ihren Neujahrssekt um Mitternacht an der Schneetheke vor dem Restaurant, im dicken Ski-Anorak und in Schneestiefeln statt im festlichen Smoking.

Mit Tannengrün, Schnee und bunten Lichtern sorgte Gastronom Dirk Randerath für eine abendliche Belebung der Hochstraße, wie man sie um diese Jahrszeit sonst wohl kaum antrifft.

Für die Waldatmosphäre auf der Hauptgeschäftsstraße sorgten rund 60 Tannenbäume, die zuvor auf dem Heinsberger Weihnachtsmarkt standen.

Bereits beim Aufbau der winterlichen Kulisse mit rund 40 Kubikmetern Schnee, die zwei Tieflader im Verlaufe des Nachmittags von der Skihalle Neuss nach Heinsberg brachten, fanden sich zahlreiche Zuschauer ein, die das Geschehen interessiert beobachteten.

Als Magnet erwies sich die weiße Pracht vor allem für die Kinder. Bisher hat ihnen der Winter schließlich statt dicker weißer Schneeflocken nur Regen gebracht.

So viel kindliche Begeisterung ließ Dirk Randerath spontan die Entscheidung treffen, einigen Schnee abzuzwacken und auch auf dem benachbarten und gegenüberliegenden Bürgsteig Schneehaufen zu platzieren, die im Handumdrehen von den Kindern zum Spielen genutzt wurden.

Da gab es spontan gleich die ersten Schneeballschlachten. Die Erwachsenen hatten ihren Spaß beim Zuschauen.

Wie war Dirk Randerath auf die Idee zu dieser ungewöhnlichen Silvesterparty gekommen? In der Neujahrsnacht des vergangenen Jahres war der erste Schnee gefallen, als die Gäste sich auf den Heimweg machten. Sofort entwickelte sich an Ort und Stelle eine lustige Schneeballschlacht.

Damit war für Dirk Randerath die Party-
Idee fürs nächste Jahr geboren, die er nun, mit Genehmigung durch die Stadt Heinsberg, auf dem Bürgersteig vor seinem Lokal in die Tat umsetzte.

Die Gäste waren an diesem Abend nicht nur an ihrer zünftigen winterlichen Kleidung zu erkennen, sondern auch am Skipass, der zwar nicht zum Fahren auf einem Sessellift berechtigte, dafür aber zum Mitfeiern an der Schneetheke und zum Zugreifen beim Silvesterbuffet mit Spezialitäten der österreichischen Küche.

Bedient wurde man übrigens von „Eisbärinnen” und „Eisbären”. Immer wieder blieben Passanten stehen, um sich das Spektakel anzuschauen.

Selbst Petrus hatte ein Einsehen und nicht nur den Wasserhahn abgedreht, sondern auch die Temperaturen in den Keller gefahren, so dass die weiße Pracht die Silvesternacht überstehen konnte und nicht gleich wieder zerfloss.