Schlangen am ICE nahmen kein Ende

Schlangen am ICE nahmen kein Ende

Wildenrath (an-o) - Mit Kind und Kegel strömten die Menschen den gesamten Sonntag über zu Tausenden zum Prüfcenter für Bahntechnik der Siemens AG. Und die meisten wollten einmal mit den schnellsten und neuesten Zug der Bahn, dem ICE 3, eine Runde über den Testring drehen.

Dafür standen sie in langen Schlangen an und warteten geduldig. Für einen Euro (der für einen guten Zweck bestimmt war) wollten nicht nur bahnbegeisterte Männer die gut sechs Kilometer lange Rundstrecke befahren. Einige waren allerdings danach enttäuscht. "Der fuhr ja höchstens 80 Stundenkilometer", meinte einer, der auf die dort zugelassene Höchstgeschwindigkeit der Züge von 160 km/h gehofft hatte. Bis zum Mittag leisteten sich schon an die 1000 Besucher das Vergnügen und die Schlange wurde nicht kürzer.

Shuttle-Busse

Auch die Autoschlange, die sich schon vor zehn Uhr in Richtung List-Allee bewegte, wollte nicht enden. Die Polizei hatte bis zum Mittag bereits 5000 geparkte Kfz gezählt. Die wurden durch Ordner auf das weiträumige Gelände gelotst, und die Besucher konnten dann mit fünf Bussen im Pendelverkehr bis zum Prüfcenter fahren. Die Zahl der Fahrräder war unübersehbar.

Die Siemens-Leute hatten aber auch alles, was sehenswert war, aufgefahren. Da stand die Straßenbahn für Melbourne neben der für Amsterdam, da reihten sich die schmucken Waggons der Southwest Train zu Dutzenden auf den Gleisen aneinander, da lud die V 200 der ehemaligen Bundesbahn zur Besichtigung des Führerstandes ein; und, und, und.


Volksfeststimmung am Testring

Auch die Selfkant-Bahn beförderte auf dem kleinen Testring unentwegt Fahrgäste. Es herrschte richtige Volksfeststimmung. Dafür sorgten auch die Buden längst der Straßen, an denen Hunger und Durst gestillt werden konnten. Das Visitors Center strahlte im neuen Glanz, und auch am angeschlossenen Restaurant war bis zur letzten Minute gearbeitet geworden. Vom vierten Stock des Visitors Center aus hatte man einen tollen Blick auf das Geschehen rundum, und im Haus gab es Diavorträge. Gesprächsrunden zu den verschiedensten Themen wurden angeboten und Feuerwehr, Polizei und DRK waren vor Ort.

Der Naturschutzbund und die Forstverwaltung begleiteten interessierte Besucher auf Wanderungen, bei denen auch die Aufforstungen auf dem Gelände erläutert wurden. Mehr als die erhofften 20.000 Besucher im Rahmen des Naturparktages Maas - Schwalm - Nette waren dabei bereits am frühen Nachmittag im weitläufigen Gelände unterwegs.