Schilder sollen Weg zu den „Schätzchen” weisen

Schilder sollen Weg zu den „Schätzchen” weisen

Kreis Heinsberg. „Für uns wird das ein Meilenstein sein!” Unter Federführung des Heinsberger Tourist-Service (HTS) soll in diesem Jahr endlich die flächendeckende Beschilderung touristischer Ziele im Kreis Heinsberg realisiert werden.

HTS-Geschäftsführerin Patricia Mees sieht in diesen Hinweisen dann nicht nur eine gute Serviceleistung für die Gäste, sondern vor allem eine dauerhafte Werbung, die Binnen- wie Außenmarketing voranbringen kann.

Da soll einerseits der Einheimische merken, welche „Schätzchen” in seiner Nähe verborgen sind, und andererseits soll dem Durchreisenden das Gefühl vermittelt werden, dass sich eine Wiederkehr mit dem Besuch an diesem oder jenem Objekt lohnen könnte.

Wenn das Netz Ende des Jahres steht, dann werden rund 50 Ziele erfasst sein: vom List-Zentrum am Bahntechnik-Standort Wegberg-Wildenrath bis zum Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg, vom Selfkantdom bis zur Selfkantbahn, vom Bergbau- und Mineralienmuseum in Hückelhoven bis zum Naturschutzgebiet Teverener Heide, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Zwei große Autobahnschilder an der A46 und an der B56n sollen die erste Aufmerksamkeit auf die Freizeit-Region Heinsberg lenken. Kleine „i”-Schilder führen an zentralen Punkten, Bahnhöfen und Einfallstraßen zu Gebietsinfotafeln, die einen kompletten Überblick über die Freizeit-Region und ihre Attraktionen vermitteln. In den einzelnen Städten und Gemeinden setzt dann die unmittelbar zum Ziel führende Hinweis-Beschilderung ein.

Und vor Ort vermittelt schließlich ein Objektschild wissenswerte Informationen über die jeweilige Sehenswürdigkeit. Rund 130.000 Euro sind für das Projekt Beschilderung veranschlagt worden; davon werden nach Bewilligung durch das Land 80 Prozent bezuschusst aus EU-Mitteln der so genannten Ziel-2-Förderung im Rahmen des Strukturwandels nach der Zechenschließung. Den Eigenanteil tragen die Kommunen.

In Sachen Messe-Präsentationen, die zu Beginn eines jeden Jahres den Terminkalender füllen, hat der HTS bereits die Halbzeit erreicht.

Dem wieder einmal sehr erfolgreichen Auftritt im niederländischen Maastricht folgte die als Versuchsballon gestartete erste Teilnahme im belgischen Hasselt, die allerdings nur von einer schwachen Resonanz begleitet war.

Im März führt der Weg des HTS weiter zunächst zur Messe in Essen und dann zur Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin.

In der Bundeshauptstadt geht es vor allem darum, unter dem Dach des Landes Nordrhein-Westfalen im Zusammenwirken mit den Niederrhein-Partnern „Flagge zu zeigen”, wie es Patricia Mees formuliert.

Auch die HTS-Geschäftsführerin weiß natürlich, dass Kurzzeiturlauber für die Region Heinsberg bei der ITB praktisch nicht zu gewinnen sein dürften. Andererseits ist Kontaktpflege in der Branche, eben auch bei der ITB, wichtig.

Blick zum Niederrhein

Nachdem die Bemühungen der Tourismus-Verantwortlichen am Niederrhein, in Zukunft weitgehend vereint um Gäste zu werben (gemeinsamer Schwerpunkt: Fahrradtourismus), nach dem Ausscheren einzelner Städte erst einmal weitgehend gescheitert sind, wird die weitere Entwicklung und die Bildung neuer Strukturen vom HTS mit großem Interesse und auch Spannung verfolgt.

Der HTS, der immer Kooperationswillen signalisiert, aber auch die institutionelle Eigenständigkeit betont hatte (und auch weiter zu diesen Positionen steht), ist für 2004 erst einmal zu einem eigenen Gastgeberverzeichnis zurückgekehrt.

Das äußerst gelungene Magazin ist allerdings in der Optik bewusst eng an die Katalogfamilie vom Niederrhein angelehnt. Die Stadt Krefeld sowie die Kreise Kleve, Viersen und Wesel heben gerade die Niederrhein-Tourismus GmbH aus der Taufe; mit einer offenen Tür für neue Partner.

Auf jeden Fall strebt Patricia Mees, wie schon in der Vergangenheit erfolgreich praktiziert, eine enge Zusammenarbeit mit den Niederrhein-Partnern an.

Je nachdem, wie leistungsfähig diese neue GmbH wird und wie sich die Kostensituation entwickelt, könnte sie sich auch ein Mitwirken des HTS in dieser Gesellschaft durchaus vorstellen.

Bis auf weiteres, bis verlässliche Strukturen geschaffen seien, werde der Kreis Heinsberg den HTS aber als eigene Einrichtung brauchen, ist Mees überzeugt.