Kreis Heinsberg: Schiefergas in den Niederlanden: Grüne beunruhigt

Kreis Heinsberg : Schiefergas in den Niederlanden: Grüne beunruhigt

Die Ankündigung der niederländischen Regierung zur Entwicklung einer Konzeption für eine mögliche Schiefergasgewinnung beunruhigt nach Angaben der Grünen Kreistagsfraktion nicht nur die Grünen selbst sehr, auch in der Bevölkerung herrsche „große Besorgnis“, wie Anrufe im Fraktionsbüro deutlich machen würden.

Zwar würden konkrete Fördergebiete noch nicht ausgewiesen, doch bereits jetzt sei bekannt, dass Gasvorkommen entlang der gesamten Grenze zum Kreis Heinsberg vorhanden seien. „Eine Gewinnung des Gases durch die sogenannte Fracking-Methode würde das Grundwasser auch auf deutscher Seite gefährden“, so die Grünen.

Etliche Wasserwerke befänden sich in Grenznähe. Bis heute könne eine Verseuchung des Grundwassers durch die beim Fracking verwendeten Chemikalien nicht ausgeschlossen werden. Auch die Naturschutzgebiete entlang der Grenze seien gefährdet.

Während der NRW-Umweltminister auf deutscher Seite die Gasfördermethoden mit Hilfe von Chemikalien untersagt habe, würden nun Gefahren aus den Niederlanden drohen. „Dies wollen wir mit allen Möglichkeiten verhindern — notfalls über den Weg nach Brüssel“, so Maria Meurer, Grüne Fraktionsvorsitzende im Kreistag. „Wir fordern den Kreis Heinsberg auf, in seiner Stellungnahme an das niederländische Wirtschaftsministerium Klartext zu reden und seine Ablehnung zu bekunden.“