Inden/Altdorf: Schiedsrichter vor Beleidigungen und Gewalt schützen

Inden/Altdorf : Schiedsrichter vor Beleidigungen und Gewalt schützen

Die Vertreter der Vereine, die dem Fußballkreis Düren angehören, hatten sich im Geuenicher Hof in Inden/Altdorf zusammengefunden, um sich auf Einladung des Kreisvorstandes über Neuerungen im Spielbetrieb, veränderte Gesetzeslagen und natürlich auch über ihren Sport auszutauschen.

Zunächst begrüßte der Vorsitzende des Fußballkreises Manfred Schultze die Anwesenden, um dann sofort in die Tagesordnung einzusteigen. Die Ehrung der diesjährigen Meister stand zunächst einmal auf dem Programm. Für die Kreisliga C ehrte Schultze gemeinsam mit Horst Bruns, Vorsitzender des Spielausschusses, die SpVgg Jackerath/Opherten, den SC Jülich 10/97, den FC Düren 77, die 3. Mannschaft Jugendsport Wenau und den SV Niederzier. Sie siegten in ihrer Staffel und steigen in die Kreisliga B auf.

In der Kreisliga B siegten der SC Ederen, Jugendsport Wenau 2, und der V.f.V.u.J. Winden. Sie werden in der kommenden Saison in der Kreisliga A mitspielen.

Kreismeister und Sieger der A-Liga wurde der TuS 08 Langerwehe. Er steigt in die Bezirksliga auf.

Ernste Worte

Nach diesem erfreulichen Moment hatte Manfred Schultze zunächst ein ernstes Wort mit den Anwesenden zu besprechen. Immer wieder kommt es auch im Amateurfußball zu Übergriffen, Beleidigungen und Drohungen gegenüber den Schiedsrichtern von Seiten der Spieler, Vereinsverantwortlichen, Trainer und Zuschauer. So manches Vergehen muss vor dem Schiedsgericht verhandelt werden.

„Dies sind keine Lappalien“ erklärte Schultze und meinte weiter: „Sie haben die Pflicht, die Schiedsrichter vor Gewalt und Beleidigungen zu schützen.“ Er gab zu, dass auch Schiedsrichter Fehler machen und sagte: „Wenn Sie Probleme haben, sprechen sie mich oder den Obmann an, aber vor Ort behandeln Sie die Schiedsrichterkameraden fair und respektvoll. Zollen wir ihnen, die ebenso wie Sie, ihre Freizeit zur Verfügung stellen, den nötigen Respekt.“

Schiedsrichter Bernd Jungherz legte anschließend einige Statistiken dar, die belegten, dass die Schiedsrichterdecke immer dünner wird. „Wir werden in der kommenden Saison nicht mehr alle Spiele abdecken können“, erklärte er. „167 Schiedsrichter sind im Fußballkreis gemeldet, davon sind alleine sechs über 70 Jahre und 18 zwischen 69 und 60 Jahre alt. In der mittleren Altersklasse finden sich kaum Schiedsrichter und erst zwischen 13 und 28 Jahren sind 33 Schiedsrichter aktiv.“ Ein lebender Beweis für diese Statistiken stellte Josef Rabbertz dar, der seit 1972 als Schiedsrichter aktiv war und nun mit Standing Ovation von den Anwesenden verabschiedet wurde.

Ein weiteres wichtiges Thema, das zur Diskussion gestellt wurde, war die Einführungen einer D-Kreisliga. Doch sie wurde allgemein von der Versammlung abgelehnt. Mit Uwe Jansen stellte Manfred Schultze einen neuen Staffelleiter vor und er gratulierte Steffen Dohmen, der als Schiedsrichter tätig ist und in der kommenden Saison die Bezirksliga pfeifen wird. Zwei neue Vereine hießen die Anwesenden außerdem in ihren Reihen willkommen. Der Kurdistan SV wird fortan auf der Westkampfbahn in Düren agieren und zum Jugendförderverein Rureifel haben sich die Jugendabteilungen aus Boich/Thun, Berg, Maubach und Mausauel zusammengeschlossen.

Zum Spielbetrieb 2015/16 und der neuen Saison, die am 15. August beginnt, informierte Horst Bruns, Willi Gehlen gab Tipps und Ratschläge in Versicherungsfragen und Zuschüsse, und Sven Kirfel, stellvertretender Vorsitzender des Fußballkreises, informierte über Neuregelungen beim Ehrenamtspreis.

(Kr.)