Kreis Heinsberg: SC Selfkant bleibt Teveren auf den Fersen

Kreis Heinsberg : SC Selfkant bleibt Teveren auf den Fersen

Die Kreisliga B3 hebt sich von der anderen Staffeln ab. Es ist die Liga mit den meisten Neulingen (drei), den meisten Nachholspielen (14) und den meisten Trainerwechseln.

Bei Gangelt-Hastenrath hörte Güven Tuncer auf, den Thomas Scheina beerbte. Gencer Demir beendete seine Tätigkeit beim VfR Übach-Palenberg; auf Interimstrainer Andreas Videa folgt jetzt Medjid Sarac. Beim VfL Übach-Boscheln trennte man sich von Deiko Coralic, dem Rasid Cosic folgte. Patrick Gerads ist nicht mehr Trainer in Stahe-Niederbusch. Sein Amt übernimmt Elmar Unger.

An der Tabellenspitze sieht es nach einem Zweikampf zwischen Germania Teveren II und dem SC Selfkant aus. Das junge Teverener Team, zu dem ehemalige A-Junioren wieder zurückfanden, erlebte zum Auftakt eine unangenehme Überraschung — ein 1:2 gegen Neuling Oberbruch II. Davon erholten sich die Schützlinge von Trainer Walter Marienfeld aber schnell. Aus den nächsten zehn Spielen sammelten sie 28 Punkte und gewannen fünfmal in Folge. Darunter war auch das Topspiel beim SC Selfkant. Mit dieser Konstanz ist die A-Liga ein großes Thema.

Beim SC Selfkant war der Start mit fünf Siegen unter dem neuen Trainer Michael Witek perfekt. Der erste Ausrutscher war das 0:2 bei Geilenkirchen II, ehe man die 2:1-Führung gegen Teveren II abgab (2:4). Die letzten drei Partien gewann man ohne Gegentor. Der SC bleibt Teveren auf Fersen.

Frelenberg schien schon reif für ganz oben zu sein. Weh taten die Heimniederlagen gegen die Neulinge Gillrath (1:2) und Oberbruch II (0:1). Trainer Stefan Horstmannshoff hat eine Mannschaft geformt, die oben mitspielen kann.

Übach-Boscheln wollte nach dem Abstieg sofort wieder zurück. Darauf deuteten auch die ersten sieben Spiele (18 Punkte) hin. Dann war Geilenkirchen II der erste Spielverderber (4:2), verlor man das Stadtduell in Frelenberg (1:2) und leistete sich ein 1:1 bei Süggerath-Tripsrath. Das war Anfang November auch das letzte Spiel des VfL, der sich von Trainer Deiko Coralic trennte. Nachfolger Rasid Cosic konnte die Ergebnisse seiner Arbeit aufgrund der Spielausfälle noch nicht begutachten. Ein Vorteil für den VfL: Er spielt gegen beide Topteams noch zweimal.

Individuell erstklassig besetzt ist Neuling Geilenkirchen II. Das aber erfolgreich einzusetzen, gelang nicht immer. So gab es enorme Schwankungen zwischen hohen Siegen (9:2 beim VfR Übach-Palenberg, 6:0 bei Süggerath-Trisprath) und deutlichen Niederlagen (0:7 gegen Teveren II, 0:5 gegen Scherpenseel-Grotenrath). Das Team von Trainer Dirk Over bezwang die Topteams Selfkant (2:0) und Übach-Boscheln (4:2).

Würm-Lindern II ist die beste Auswärtsmannschaft, aber erst im letzten Spiel den ersten Heimsieg eingefahren (4:3 gegen Stahe-Niederbusch). Das mag auch daran liegen, dass man die Topteams in der Hinrunde zu Gast hatte. Die Defensive hat sehr solide agiert, der zurückgekehrte Torjäger Chris Bütow mit acht Treffern seine Pflicht erfüllt. Dazu gibt es Unterstützung aus dem Bezirksliga-Team.

Bei Scherpenseel-Grotenrath ging der Entwicklungsprozess weiter. Um Platz 5 dürfte das Team von Trainer Sascha Mensch wohl mitspielen. Beibehalten wurde die Auswärtsstärke. Auf eigenem Platz schaffte man zuletzt ein 1:1 gegen Frelenberg, bestritt aber hier nur vier Spiele. In der Rückrunde soll auch am Scheleberg häufiger gepunktet werden.

Gillrath startete mit drei Niederlagen, war dann aber in der Liga „angekommen“. Die nächsten vier Partien wurden gewonnen. Nur knapp (1:2) unterlag man in Teveren und gegen den SC Selfkant (0:1). Nicht einkalkuliert war das 1:3 beim VfR Übach-Palenberg. Das Team der Trainer Swen Hierling und Noureddine Badaoui hat sich ein gutes Polster verschafft.

Concordia Stahe-Niederbusch erwischte in den ersten Wochen die „dicken Brocken“. Von den ersten fünf Spielen gingen vier verloren. Man behielt die Ruhe. „Die Spiele, in denen wir punkten können, kommen noch“, sagte Geschäftsführer Dennis Krenzke, und behielt recht. Das Team von Trainer Patrick Gerads gewann die nächsten vier Spiele und vertrieb auch den Auswärtsfluch, der mehr als ein Jahr über der Concordia lag. Im letzten Spiel stand man bei einer verstärkten zweiten Mannschaft von Würm-Lindern vor einem weiteren Sieg, wurde aber noch abgefangen. Im zweiten Saisonteil übernimmt Elmar Unger das Traineramt.

Neuling Oberbruch II sorgte mit dem Sieg bei Teveren II für den ersten Paukenschlag. Und man „verabschiedete“ sich auch so in die Winterpause (1:0 in Frelenberg). Dazwischen lagen Spiele, die von starker Defensivarbeit geprägt waren, aber auch zwei schmerzliche Niederlagen (0:6 gegen Waldenrath-Straeten II, 0:3 gegen Gangelt-Hastenrath). Die Mannschaft von Trainer Sascha Koob dürfte weiterhin als Favoritenschreck tätig sein.

Bei Gangelt-Hastenrath beginnt die Gefahrenzone. Dabei tauschte die SG im letzten Spiel den Abstiegsplatz mit dem VfR Übach-Palenberg. Drei Niederlagen zum Auftakt und zwei schwarze Serien mit zunächst drei Niederlagen und 17 Gegentoren und dann vier Niederlagen mit 19 Gegentoren führten nach unten. Zwischenzeitlich erfolgte der Trainerwechsel. Die Arbeit schlug sich im letzten Spiel im Ergebnis nieder.

Süggerath-Tripsrath hatte große Personalprobleme. So musste Trainer Olli Junk das Hauptaugenmerk auf die Defensive legen. Das funktionierte einige Male. Die Siege gegen Gangelt-Hastenrath und bei Waldenrath-Straeten II waren eminent wichtig. Übach-Boscheln knöpfte man einen Punkt ab. Um „über dem Strich“ zu bleiben, muss der Kader wieder wachsen.

Der VfR Übach-Palenberg erlebte eine wenig erbauliche Hinrunde. Der Start war verkorkst (sechs Niederlagen), obwohl man bei den ersten vier Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied auch hätte punkten können. Nach dem 2:9 gegen Geilenkirchen II trat Trainer Gencer Demir zurück. Interimstrainer Andreas Videa feierte später gegen Süggerath-Tripsrath den ersten Sieg (5:2). Im zweiten Saisonteil wird der neue Trainer Medjid Sarac versuchen, den Klassenerhalt zu schaffen.

Vorjahresaufsteiger Waldenrath-Straeten II erwischte nur eine Sternstunde — 6:0 bei Oberbruch II. Das Wetter sorgte für ein Missverhältnis zwischen Heim- (drei Spiele) und Auswärtspartien (sieben). Mit fünf Niederlagen in Folge rutschte man auf den letzten Platz ab. Das Team von Trainer Ton Köhlen war einige Male nah dran an einem Punkt.

(sie)