Kreis Düren: Rund um die Uhr um die Sicherheit bemüht

Kreis Düren : Rund um die Uhr um die Sicherheit bemüht

Wenn Maren Vreden ihren Dienst beginnt, weiß sie in den seltensten Fällen, was der Tag bringen wird. Die 27-Jährige schiebt Wach- und Wechseldienst bei der „Dienstgruppe C”, der so genannten Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz der Dürener Polizei.

„Genau das aber ist die Herausforderung”, erklärt die Kommissarin, die auch Mitglied der Alarmhundertschaft ist und auf Abruf bereitsteht, sollten besondere Einsätze landesweit größere Polizeikontingente erfordern.

Eine kurze Lagebesprechung zum Dienstbeginn und schon geht´s für Maren Vreden mit wechselnden Kollegen raus auf Streife, im Dreischichtsystem rund um die Uhr. Für die 27-Jährige kein Problem, Gewöhnungssache. „Augen aufhalten, wachsam sein” lautet von nun an die Devise. Hier eine Unfallaufnahme, dort ein Fall von häuslicher Gewalt oder eine nächtliche Ruhestörung, zwischendurch immer mal wieder eine Personenkontrolle, mal ein Alkohol- oder Drogentest.

Durchschnittlich 110 Notrufe gehen täglich bei der Leitstelle der Dürener Polizei ein, die alle Einsätze koordiniert und an Maren Vreden und ihre Kollegen im Außendienst weitergibt. „Man weiß nie, was auf einen zukommt, wie die Menschen reagieren.” Eine gewisse Anspannung fährt immer mit. Und deshalb trägt Maren Vreden im Dienst auch immer eine schusssichere Weste.

„Zu jeder Zeit an jedem Ort”, lautet das Motto der uniformierten Polizei im Kreis, zu denen auch die Bezirksdienstbeamten gehören. Präsenz zeigen, damit sich die Bürger sicher fühlen.

Gefahrenabwehr/Einsatz, kurz GE genannt, mit den drei Polizeiwachen in Düren, Jülich und Kreuzau, aber ist nur ein Arbeitsbereich einer Behörde, die im Kreis Düren mehr als 500 Mitarbeiter zählt und jährlich mehr als 40.000 Einsätze bewältigt. Neben dem Bereich Verwaltung/Logistik kennt die Abteilung Gefahrenabwehr und Strafverfolgung, zu der auch die Direktion GE gehört, noch zwei weitere Tätigkeitsfelder.

Die Direktion Verkehr, die unter anderem für die Geschwindigkeitsmessungen zuständig ist, aber auch für die Verkehrserziehung in Kindergärten und Schulen. Und schließlich gibt es die Direktion Kriminalität. Straftaten aufklären und verhindern lautet hier der Auftrag. Rund um die Uhr steht der Kriminaldauerdienst Gewähr bei Fuß, um nach Einbrüchen beispielsweise umgehend Spuren zu sichern. „Das ist längst noch nicht Standard in NRW”, betont Polizeisprecher Ralf Meurer.

Zur Direktion Kriminalität gehören neben den Beamten, die Straftaten versuchen aufzuklären, aber auch Kollegen, die präventiv arbeiten wie das Kommissariat Vorbeugung, das Hausbesitzern beispielsweise Tipps gibt, wie Einbrüche verhindert werden können. Und auch der Opferschutz ist hier angesiedelt.

Wie die meisten ihrer Kollegen ist auch Maren Vreden mit Leib und Seele Polizistin, auch wenn die Aufarbeitung der Einsätze, der leidige Papierkram, immer mehr Zeit in Anspruch nimmt. Und sie hat noch einen kleinen Traum: der Wechsel zur Reiterstaffel. Für die hat sich die Bonnerin schon während ihrer Schulzeit interessiert. Nur die gibt es in Düren nicht.

Bei der Leistungsschau am 24. Mai auf dem Annakirmesplatz gibt die Polizei umfassende Einblicke in ihre Arbeit. Geplant sind Vorführungen der Reiterstaffel, des Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Diensthundeführer und des Polizei-Motorradklubs Kassel.

Die Polizei informiert unter anderem über die Lebensgefahr im Toten Winkel, stellt ihre Radar- und Lasergeräte vor, informiert über Falschgeld, das Ausspähen von Kredikartendaten und gibt Tipps zur Einbruchprävention. Sie stellt zulässiges Tuning von Fahrzeugen vor und präsentiert ihre Fahrzeuge.

Weitere Angebote gibt es in Zusammenarbeit mit dem ADAC und der Verkehrswacht: Fahrradparcours, Fahr- und Sicherheitstraining, Überschlagsimulator, Rauschbrille, Sehtest, Kindergurtschlitten.

Das Institut für Zweiradsicherheit stellt einen Motorradsimulator zur Verfügung.