Kreis Heinsberg: Rund 100 Teilnehmer bei Wallfahrt der Schützen im Diözesanverband Aachen

Kreis Heinsberg : Rund 100 Teilnehmer bei Wallfahrt der Schützen im Diözesanverband Aachen

Das Klarissenkloster Maria Lind in Waldfeucht-Braunsrath war das Ziel der Wallfahrt für die Schützen im Diözesanverband Aachen. Schon am Morgen trafen sie sich in der Braunsrather Festhalle und boten in ihren unterschiedlichen Uniformen ein buntes Bild des Schützenwesens.

Nicht nur in bekanntem Schützengrün, sondern auch in strahlend blauen, dunkelroten oder schwarzen Uniformjacken oder, wie die Frauen der Schützenbruderschaft St. Christophorus aus Erkelenz-Gerderath, sogar als Musketiere gekleidet.

Zu Fuß pilgerten die Schützen von der Braunsrather Festhalle zum Kloster Maria Lind. Foto: Anna Petra THomas

Rund 100 Teilnehmer waren aus den Bezirksverbänden Düren-Nord, Düren-Süd, Düren-West, Erkelenz, Gangelt-Selfkant, Geilenkirchen, Heinsberg, Kempen, Schleiden und Schwalmtal-Brüggen angereist. Diözesanbundesmeister Josef Mohr dankte in seiner Begrüßung beim Frühstück den Teilnehmern für das Interesse an der Wallfahrt. „Interesse genügt aber nicht, man muss auch teilnehmen wollen“, fügte er sogleich hinzu. Sein Dank ging an den Bezirksverband Heinsberg mit seinem Bezirksbundesmeister Hans-Peter Goertz und an die Schützenbruderschaft St. Clemens in Braunsrath mit ihrem Brudermeister Arnold Schmitz, die den Verband in der Organisation der Wallfahrt unterstützt hatten.

Auch die Bundesstandarte

Braunsraths Geschäftsführer Fritz van de Port trug der Prozession, die sich dann Richtung Kloster auf den Weg machte, das Kreuz voran. Vorne mit dabei war nicht nur die Diözesan- sondern auch die Bundesstandarte, die seit dem Bundesfest im vergangenen September in Heinsberg ihre Heimat hat bis zum nächsten Fest in Xanten. Auch Diözesankönig Stefan Doncks von der Schützenbruderschaft St. Sebastianus Stolberg-Stadtmitte nahm an der Wallfahrt teil.

Nach gut 20 Minuten Fußweg war das Kloster erreicht, in dem Goertz den Teilnehmern zunächst dessen Entstehungsgeschichte erläuterte. Sie geht zurück auf das Jahr 1672 zurück, als dort in einem Lindenbaum eine kleine Marienfigur gefunden wurde. Ein französischer Offizier soll sie dort nach dem Feldzug seiner Truppe gegen die Niederlande zurückgelassen haben. Sie wird heute als „Maria, Zuflucht der Sünder und Trösterin der Betrübten” verehrt.

Zelebranten der heiligen Messe in der Klosterkirche waren Diözesanpräses Monsignore Norbert Glasmacher aus Düren und Bezirkspräses Pfarrvikar René Mertens aus Heinsberg.

In seiner Predigt ging Glasmacher auf den Gedenktag Unbeflecktes Herz Mariä und das vorangegangene Hochfest Heiligstes Herz Jesu ein. Beide würden zeigen, dass es im Glauben immer um etwas Menschliches gehe, erklärte er. „Auch der Leitsatz ‚Für Glaube, Sitte, Heimat‘ fordert sehr viel Menschsein.“ Wenn der Glaube, wenn Gott verloren gehe, dann gehe auch das Menschsein verloren, führte er weiter aus. Was die Sitte betreffe, gelte es vor allem, sich neu hin zu den Grundwerten menschlichen Zusammenlebens zu orientieren. Heimat bedeute in diesem Kontext vor allem Verwurzelung. Wie wichtig sie sei, erkenne man gerade in der aktuellen Flüchtlingssituation sehr deutlich.

Nach einem Gottesdienst besuchten die Schützen noch die Wallfahrtskapelle und zogen zurück zur Festhalle. Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss endete die Wallfahrt mit dem Schlusssegen.