Kreis Heinsberg: Rubens-Quartett hingebungsvoll und ausdrucksstark

Kreis Heinsberg : Rubens-Quartett hingebungsvoll und ausdrucksstark

Mit dem Rubens-Quartett aus den Niederlanden hat die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg in der Erkelenzer Stadthalle die Reihe ihrer Meisterkonzerte erfolgreich fortgesetzt.

Die mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichneten jungen Musiker spielten hingebungsvoll und ausdrucksstark Werke von Haydn, Mendelssohn Bartholdy und Brahms.

2004 hatte sich das Quartett mit Sarah Kapustin und Sidonie Riha (Violine), Roeland Jagers (Viola) und Joachim Eijander (Violoncello) gegründet, das mit dem Kunstpreis der Niederlande ausgezeichnet wurde. Der besondere Reiz dieses dritten Meisterkonzertes der laufenden Saison lag in der gekonnten Wiedergabe und Interpretation der Großen der Klassik und Romantik.

Das Konzert begann mit dem Streichquartett h-Moll op. 33 Nr. 1 von Joseph Haydn (1732-1809), das sich in seinen vier Sätzen vor allem dadurch auszeichnet, dass der Komponist durch eine Reihe von Tonarten immer wieder neu die Thematik des einleitenden Allegro moderato variiert und die Möglichkeiten, die sich aus diesen Abwandlungen ergeben, oft geradezu spitzfindig weitertreibt.

Das Streichquartett a-Moll Nr. 2 op. 13 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) war vielleicht das schönste Stück dieses Abends. Es lehnt sich an sein großes Vorbild Beethoven an und greift auf Motive seines eigenen Klavierliedes „Ist es wahr?” zurück. Darin fragt er die Liebste, ob sie auch den Mondschein und die Sternlein nach ihm befrage, und er bekennt: „Was ich fühle, das begreift nur, die es mitfühlt.” Und dieses starke Gefühl voller lyrischer und dramatischer Momente ist es wohl, was dieses Quartett zu einem großen „Lied ohne Worte” macht.

Das Konzert ging zu Ende mit dem Streichquartett B-Dur op. 67 von Johannes Brahms (1833-1897), das von Anspielungen an Mozart, Beethoven und Mendelssohn Bartholdy durchzogen wird. Melodik und Harmonik zeichnen ein Werk aus, auf das in weiten Bereichen das zutrifft, was der norddeutsche Zeitgenosse Brahms´, Friedrich Hebbel, dem Gesamtwerk von Brahms attestiert, dass es nämlich seine Aufgabe sei, „das menschliche Gemüt im Tiefsten zu erschließen, seine dunkelsten Zustände durch himmelklare Melodien zu erlösen”.

Nach dem Überreichen der Blumen zeigte das Rubens-Quartett seine Vielseitigkeit noch einmal auch in der Zugabe, einem Volksmusikstück aus Georgien.