Kreis Heinsberg: Rodungsarbeiten an Schutzdämmen

Kreis Heinsberg : Rodungsarbeiten an Schutzdämmen

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) nimmt zurzeit im Kreis Heinsberg Rodungsarbeiten an Schutzdämmen von Hochwasserrückhaltebecken vor. Bäume können die Sicherheit der Dämme gefährden.

Die Becken dienen dem Schutz von Ortslagen vor Hochwasser. Bei starken Regenereignissen fangen sie Wassermengen aus Fließgewässern auf und geben nur eine bestimmte Höchstmenge an den Unterlauf ab.

Sie sind oft von Dämmen umbaut, die den Rückhalteraum eingrenzen. Ein Bewuchs des Dammkörpers mit Bäumen kann diesen destabilisieren. Stürzt bei einem starken Sturm ein Baum um, reißt sein Wurzelteller ein Loch, das im Falle eines Einstaus des Beckens dem Wasser eine Angriffsfläche bietet.

Eine Bresche in einem Damm eines stark mit Wasser gefüllten Beckens könnte eine Hochwasserwelle freisetzen. Die Wurzeln beeinträchtigen zudem die Standsicherheit und die Dichtigkeit der Dämme. Außerdem erschwert der Bewuchs die Kontrolle auf Wühltätigkeit von Tieren, die Baue anlegen.

Die Rodungsarbeiten erfolgen in Absprache mit dem Amt für Planung und Umwelt der Kreisverwaltung Heinsberg als Aufsichtsbehörde. Sie werden in der dafür vorgesehenen Holzsaison bis Ende Februar durchgeführt.

Betroffen sind die Hochwasserrückhaltebecken Beeck im Stadtgebiet von Geilenkirchen, Faulendriesch bei Hückelhoven-Ratheim, Golkrath im Gebiet der Stadt Erkelenz und Übach in Übach-Palenberg.