Wassenberg-Ophoven: Riesensumme für krebskranke Kinder

Wassenberg-Ophoven : Riesensumme für krebskranke Kinder

Eine überwältigende Bilanz der Hilfsbereitschaft von Menschen für Menschen zog die IG „Hilfe für krebskranke Kinder” Ophoven in ihrem Jahresrückblick.

In der Ophovener „Mühle” wurde nun das Jahresergebnis 2004 symbolisch an den Vorstand des Fördervereins „Hilfe für krebskranke Kinder Aachen e.V.” übergeben.

Die Aachener Vertreter mit Werner Harwardt als Vorsitzendem, Privatdozent Dr. Rolf Mertens, dem Leiter der Kinderkrebsabteilung am Aachener Klinikum, sowie Marlies Hambücker vom Vorstand sagten es auch bei dieser Jahresübergabe: „Das ist eine fast unglaubliche Aktivität, die das Motto ,Helfen macht eben Freu(n)de von Jahr zu Jahr ungebrochen immer wieder bestätigt.”

Das Gesamtergebnis

Die bisherigen Gesamtergebnisse seit Bestehen der Kinderkrebshilfe Ophoven im Jahre 1988 betragen 1.856.971,06 Euro; das Jahresergebnis 2004 allein 242.681,24 Euro, insgesamt also 2.099.652,30 Euro. Davon gingen an den Aachener Förderkreis 1.857.427 Euro. An Soforthilfe für betroffene Familien und Aktionen leistete die Kinderkrebshilfe Ophoven 125.720 Euro. An die Syltklinik für Erholungsmaßnahmen erkrankter Kinder und ihrer Familien gingen 116.505 Euro.

Wiljo Caron und seine deutlich verjüngte „Mannschaft” zeigten auch am Übergabeabend, dass sie nicht nachlassen und immer wieder neue Aspekte in ihre Aktivitäten einbringen. So war das Jahr 2004 in Ophoven noch von einem anderen, viele Menschen zur Hilfsbereitschaft bewegenden Ereignis geprägt: Der Hilfe für den kleinen, an Krebs erkrankten Florian.

Noch während der Typisierungsaktion konnte ein Spender für den kleinen Jungen gefunden werden, der jetzt auf dem Wege der Besserung ist. Die Mitarbeiter der DKMS lobten die Ophovener Aktion: „So eine perfekte Organisation haben wir bisher nirgendwo erlebt.” Außerdem wurden noch 13.357,08 Euro weitergeleitet an die Erkelenzer Typisierungsaktion.

Ein neues Ziel

Wiljo Caron und die Vertreter der Aachener Kinderkrebshilfe hatten Vielen zu danken, die zu solchen überwältigenden Ergebnissen beigetragen hatten. Die auf dem „Bunten Abend” mitgeteilten Rekordzahlen zeigten dem Versammlungsrund, mit welcher Einsatzfreude und mit welchen Ideenschatz hier gearbeitet wurde. Das gleiche traf für den Adventsmarkt zu.

Das in lockerer Atmosphäre geführte Gespräch in der Ophovener Mühle veranlasste Dr. Rolf Mertens, ein schon lange von ihm bedachtes Argument in die zukünftigen Überlegungen einzubringen. Es ging dabei um die spezielle Kinderkrebs-Forschung, die leider in Deutschland noch nicht ausreichend gebündelt und finanziert werde. In England und in Holland habe man bereits Zusammenschlüsse von Forschungseinrichtungen zu Wege gebracht.

Es sei dringend erwünscht und erforderlich, auch auf deutscher Seite in diesem Forschungsverbund mitzuarbeiten. Dr. Rolf Mertens durfte auch daran erinnern, dass Vorsorge und Forschung viel Elend in den Familien vermeiden könne. Deshalb seine Bitte: Ophoven in Zukunft auch auf diesem Gebiet der Kinderkrebsforschung mit einzuschalten.

Wiljo Caron wusste sich mit den Damen und Herren seines großen Arbeitskreises einig, dass es selbstverständlich sei, da aktiv zu werden. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die vor einigen Jahren akut gewordene Anschaffung eines Stammzellenseparators, der mit Erfolg in der Aachener Kinderkrebsabteilung eingesetzt werden konnte. Mit Hilfe der Ophovener Freunde wurde damals die kostenaufwendige Anschaffung möglich.