Gangelt: Richtkranz schwebt über dem Krankenhaus

Gangelt : Richtkranz schwebt über dem Krankenhaus

„Hoch, hoch, hoch”, schallte es über den Hof der „Gangelter Einrichtungen Maria Hilf”, bevor die Zimmermänner Walter Stassny und Bernd Breuer traditionell ihre Gläser auf den Betonboden feuerten.

Es wurde Richtfest gefeiert am Rohbau der neuen psychiatrischen Institutambulanz. Dazu konnte Stefan Erfurth, der Wirtschaftsleiter der Gangelter Einrichtungen, nicht nur die Handwerker begrüßen.

Die Hausoberin Schwester Ignatiana gab sich ebenso die Ehre, wie der ärztliche Leiter Dr. Martin Stoltenburg, Pflegedienstleiter Josef Aretz, sowie die neue Oberärztin der psychiatrischen Institutambulanz, Dr. Ursula Labisch Ziesmann, die in ihrer Arbeit von Johannes Fabianek und Margarete Knep unterstützt werden wird.

Obwohl natürlich mit dem Richtfest erst der Rohbau fertig gestellt ist, hat die psychiatrischen Institutambulanz bereits im Januar 2003 ihren Betrieb in anderen, provisorisch hergerichteten Räumen aufgenommen. Nur so konnte man dem großen Hilfebedarf der psychisch erkrankten Menschen gerecht werden. Aufgebaut wurde das Ganze vom Leiter der Tagesklinik Erkelenz, Simeon Matentzoglu.

Multiprofessionell

Eine psychiatrische Institutambulanz ist eine ambulante, multiprofessionell arbeitende Behandlungseinheit an einem psychiatrischen Fachkrankenhaus. Hier werden Menschen behandelt, die aufgrund der Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung eine intensive oder kliniknahe ambulante Behandlung benötigen.

Im Gebäude, das vom Architekten Friedhelm Lindgens geplant wurde, befinden sich im Erdgeschoss die Ambulanz mit Sprech- und Wartezimmer, Therapieräume sowie der Bereich für Sozialarbeiter und das Arztzimmer.

Im Obergeschoss werden Appartements für psychisch kranke Menschen eingerichtet, die in der Lage sind, selbstständig in einer Wohngemeinschaft zu leben und gleichzeitig von der Nähe zum Krankenhaus zu profitieren. Die Kosten für den Neubau liegen bei rund 400.000 Euro.

Für den Bauherrn und den Architekten war es dabei eine besondere Herausforderung, die durch den Abriss eines alten Hauses direkt neben dem Hauptgebäude in der Bruchstraße entstandene Baulücke optisch in das Bild der Straße einzufügen und einen kostengünstigen Anschluss an die technische Infrastruktur der Gesamteinrichtung zu schaffen. „Im Juni”, so Erfurth, „rechnen wir damit, die Räumlichkeiten beziehen zu können.”