Selfkant-Havert: Richtfunk als „unbedenklich” eingestuft

Selfkant-Havert : Richtfunk als „unbedenklich” eingestuft

Im „Handyzeitalter” ringen zahlreiche Anbieter um die Gunst der Kunden, aber um den Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht zu werden, sollten die Netze flächendeckend betrieben werden können.

Aus diesem Grund habe die Vodafone GmbH im Selfkant einen Nachholbedarf. Deshalb wurde vom Betreiber für die Installation einer Mobilfunkanlage die ehemalige Kläranlage in Havert ausgewählt.

Bei der Informationsveranstaltung begrüßte der Ortsvorsteher Bernd Beckers die Bürger im Namen der Gemeinde Selfkant. Der Referent von Vodafone, Peter Lumma, erläuterte den Bürgern den Aufbau des Funknetzes und sie erhielten einen Einblick in zahlreiche technische Details.

Seiner Aussage nach möchte Vodafone eine zirka 40 Meter hohe Funkzelle mit Basisstation auf der ehemaligen Kläranlage errichten. Bis jetzt stehen in Süsterseel und in Tüddern jeweils eine Basisstation.

Mit der Errichtung einer weiteren Basisstation in Havert wäre das Netz fast im kompletten Selfkant abgedeckt. Die Basisstation regelt die Funkleistung zwischen Funkzelle und Handy, dass heißt, je näher sich ein Handy an der Basisstation befindet, um so geringer ist die Funkleistung.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde mehrfach aus dem Publikum gefragt, ob die Mobilfunkanlage Gesundheitsschäden fördere. Die Richtfunkantenne sei gesundheitlich unbedenklich, denn sie werde nur mit 20 bis 30 Milliwatt betrieben, so Peter Lumma.

Außerdem liege schon eine Standortbescheinigung von der Regulierungsbehörde Telekommunikation und Postwesen vor. Darin sei der Nachweis der Gewährleistung des Schutzes der Person verankert.

Bürgermeister Herbert Corsten meinte: „Ich glaube, die Kläranlage ist für Havert der beste Platz.” Die Basisstation würde auf jeden Fall errichtet, entweder auf Gemeindeeigentum wie der Kläranlage mit entsprechender Mieteinnahme für die Kommune oder auf einem Privatgrundstück ohne Mieteinkünfte für die Gemeinde. Bei der abschließenden Abstimmung war keiner der Bürger gegen die Errichtung der Basisstation an der Kläranlage.