Rettungsassistent hatte mit Drogen gehandelt

Rettungsassistent hatte mit Drogen gehandelt

Kreis Heinsberg. Mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe, der höchstmöglichen, die noch zur Bewährung ausgesetzt werden kann, kam ein 28-jähriger Angeklagter aus Geilenkirchen am Dienstag vor dem örtlichen Schöffengericht davon.

Der Staatsanwalt hatte zuvor drei Jahre Haft gefordert. „Es handelt sich in drei Fällen sicher um gewerbsmäßigen Handel mit Drogen”, begründete der Richter das Urteil. Nicht restlos habe geklärt werden können, ob jeweils die geringe Menge überschritten sei.

Der Angeklagte aus Geilenkirchen war Rettungsassistent und in dieser Funktion beim Deutschen Roten Kreuz beschäftigt.

Von August letzten Jahres bis Januar 2002, so lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, soll der Mann Taten des Drogenhandels mit Amphetaminen begangen haben. Zudem hatte der Angeklagte von einem Geilenkirchener Dealer 6000 Ecstasy-Pillen und anschließend in den Niederlanden noch einmal 50 Gramm Amphetamine gekauft, ehe er verhaftet wurde.

Bei der Verhandlung in Geilenkirchen gestand der Angeklagte, dass er etwa zweieinhalb Jahren vor den Taten selbst Drogen in Diskotheken gekauft habe: „Alle vier oder acht Wochen habe ich dabei Speed oder Ecstasy für den eigenen Konsum erworben. Zu Hause habe ich nicht konsumiert.” Er habe dabei den Geilenkirchener Dealer kennen gelernt.

Es sei zunächst reizvoll gewesen, zu wissen, dass man von diesem Dealer auch größere Mengen habe kaufen können. „Weil ich Leute kannte, die Drogen konsumierten, habe ich darin ein Geschäft gesehen.”

Der Staatsanwalt erklärte in seinem Plädoyer, sechs Taten des Handeltreibens seien aufgrund des Geständnisses nachgewiesen. Es sei um gewerblichen Drogenhandel gegangen, der auf die Erzielung fortlaufender Einnahmen ausgelegt gewesen sei.

Überschlägig habe er ermittelt, dass der Angeklagte in sechs Monaten einen Überschuss von 10 350 Mark erwirtschaftet habe. „Von den Drogen geht eine große Gefährdungswirkung aus, deshalb fordere ich drei Jahre Haft.”

Der Verteidiger: „Mein Mandant hat zwar ein halbes Jahr mit Drogen gehandelt. Er hat sich dabei aber nicht wohl gefühlt.”

Der Angeklagte habe ein umfassendes Geständnis abgelegt. „Ich beantrage deshalb eine Strafe, die noch zur Bewährung ausgesetzt werden kann.”