Gangelt-Stahe: Rene Mertens: „Da habe ich vor Freude geweint”

Gangelt-Stahe : Rene Mertens: „Da habe ich vor Freude geweint”

Die Kirche der Pfarrgemeinde Heiligste Dreifaltigkeit Stahe-Niederbusch erlebte im Jahr ihres 90-jährigen Bestehens die erste Primiz.

Rene Mertens feierte als geweihter Priester am Sonntag in seiner Heimatpfarre die erste Messe und wurde dabei von einem großen Teil der Bevölkerung begleitet.

„Ich bin nervöser als ich dachte”, meinte Rene Mertens zu Beginn der Messe.

Die Ortsvereine hatten ihn, seine geistlichen Gäste und seine Eltern Marianne und Hubert Mertens in einem kleinen Festzug vom Pfarramt zur Kirche geleitet.

Über dem Eingang des Gotteshauses konnte man den Leitspruch „Herr, du hast mich gerufen, ich bin bereit” lesen.

Ergriffen sei er gewesen, als er am Tag vor dem großen Fest die herrlich geschmückte Kirche gesehen habe. „Da hab ich mich zuhause hingesetzt und vor Freude geweint”, tat er lächelnd der Gemeinde kund.

„Immer willkommen”

Hans-Peter Paulzen überbrachte die Glückwünsche der ganzen Pfarrgemeinde. Er wünschte Rene Mertens alles Gute für die Zukunft und gab ihm mit auf den Weg: „Bei uns bist du immer herzlich willkommen!”

Der ehemalige Gangelter Kaplan Christoph Graaff (Bruder des heutigen Pfarrers Gottfried Graaff) ging in seiner Predigt auf den Weg von Rene Mertens hin zum Priesteramt ein.

In den großen Metropolen der Welt führten Prachtstraßen oft zu den pompösen Gebäuden ehemaliger Machthaber oder Feldherren.

Durch schmale Gassen

Bei der Auferstehungskirche in Jerusalem, dem Zentrum der christlichen Welt, sei das anders. „Man geht durch schmale Gassen, verläuft sich und muss Umwege in Kauf nehmen”, so Christoph Graaff. „Jesus findet man nicht auf den Prachtstraßen!”

Eine Spirale, ein Labyrinth, zierte das Primizgewand von Rene Mertens. So sei oft der Weg zu Gott, schloss Christoph Graaff, bevor er unter dem Beifall der Gemeinde Freund und Neupriester Rene Mertens umarmte.

Im Anschluss an die feierliche Messe zogen die Gäste ins Pfarrheim, wo Gelegenheit war, Rene Mertens und seinen Eltern zu gratulieren und anschließend in geselliger Runde zu feiern.

Ab dem 12. Oktober wird Rene Mertens als Kaplan in St. Clemens in Nettetal-Kaldenkirchen tätig sein.