Wegberg: René Kollo mit dem Band von Lehar bis Bach

Wegberg : René Kollo mit dem Band von Lehar bis Bach

Mit dem Konzert des bekannten Tenors René Kollo in der Pfarrkirche St. Peter und Paul war der Höhepunkt der Feiern zum 100-jährigen Bestehen der katholischen Frauengemeinschaft erreicht.

Kollo präsentierte ein beeindruckendes Konzert, bei dem er vor allem bekannte Lieder aus Oper und Operette sowie kirchliche Lieder vortrug. Über 200 Zuschauer waren in die Pfarrkirche gekommen, um den weltbekannten Tenor zu hören. Dazu wusste Kollo humorvoll Anekdoten aus der Welt und dem Leben berühmter Komponisten und Bühnenkünstler zu erzählen, was beim Publikum ebenfalls sehr gut ankam.

An der Orgel wurde der Tenor von dem Waliser Nigel Hurley begleitet. Aus der Feder seines Freundes Robert Stolz stammten bekannte Lieder wie „Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde” oder „Auf der Heide blühn die letzten Rosen”, die dem Publikum bestens bekannt schienen. Mit Franz Lehars „Immer nur lächeln” aus der Operette „Land des Lächelns” betrat er dann den Bereich der Operette und Oper, den er auch stimmgewaltig und zugleich einfühlsam und sensibel interpretierte.

Von Händel und Bach stammten zwei Kirchenstücke, mit denen er auch der Jahreszeit und dem Ort des Konzertes seine Referenz erwies. Sein Alter war dem Heldentenor nicht anzuhören, obwohl er sich vor rund zehn Jahren aus dem Tenorfach offiziell verabschiedet hat.

Der 73-jährige René Kollo heißt eigentlich Kollodzieyski und entstammt einer Berliner Musikerfamilie. In den 50er-Jahren machte er sich unter anderem mit Schlagern einen Namen, bevor er Ende der 60er-Jahre als Tenor zum Opernfach wechselte. Dem breiten Publikum ist er vor allem durch zahlreiche Fernsehauftritte bekannt.