Effeld: Rekordbesuch des Vorjahres kann gehalten werden

Effeld : Rekordbesuch des Vorjahres kann gehalten werden

Strahlende Sonne vergoldete das „Golddorf” zum 20-jährigen Jubiläum des „Spargelfestes”.

Der Besucherstrom von nah und fern - per Auto, per Fahrrad oder per pedes - war enorm. Der Rekord von 2002 konnte gehalten werden - und das trotz Konsumflaute weit und breit.

Die Zahl der gemeldeten Stände war noch wenige Tage vor dem Fest sehr verhalten. Erst das tolle Wetter setzte die Aussteller in Trab. So waren es an die 200, die alles boten, was auch nur gebraucht oder gewünscht wird.

Einige hübsche Handwerkerstände hatten den meisten Zulauf. Fünf große Spargelstände Effelder Provenienz boten frische Ware zu zivilen Preisen an. Der Absatz war auch hier zwar befriedigend, aber nicht allzu groß. Die Kaufflaute macht sich also überall bemerkbar.

Nicht im Geldbeutel blieb der Euro auf dem Martinusplatz. Die Getränkestände hatten angesichts der Temperaturen um die Mittagszeit Hochkonjunktur. Auch im Bürgerhaus rollte der Rubel beim Spargel-Mittagessen der Effelder Köchinnen um Norbert Schmitz vom Trommlerkorps und bei der nachmittäglichen Cafeteria.

Das tolle „Rahmenprogramm” erwies sich als der eigentliche Renner. Kein Eintritt wurde erhoben - und das bei einem echten Starangebot. Die Big Band des Effelder Instrumentalvereins konnte zur Eröffnung gut mithalten bei den nachmittäglichen Profis.

Die „Eschweiler” Fanfaren-Showgruppe, die auch bei der Steubenparade in New York schon vor Jahren und auf dem Roten Platz in Moskau Triumphe feierte, war auch in Effeld ein Hochgenuss. Die tanzenden „Xanadus” aus Süsterseel waren mehr was fürs Auge. „De Räuber” in Kölscher Mundart gefielen außerordentlich gut. Sie singen eben mit viel Gefühl und sprechen die Leute unmittelbar an.

Superstar Chris Andrews aus London blieb seinem Stil treu. Anfangs war der Draht zum Publikum noch etwas verhalten. Dann aber drehte der Rocker gewaltig auf. Sein „Yesterday man” und seine „Pretty Belinda” sind einfach nicht wegzudenken in der weltweiten Popszene.

Begleitet von der fabelhaften holländischen Jazzband „Any where” landete Mr. Yesterday einen Schlussauftritt von legendärem Zuschnitt. „The any where Jazzband” bewies auch große Disziplin: Trotz eines plötzlichen Todesfalles in der Familie traten die Niederländer vertragsgemäß auf. Sie bleiben noch einige Tag „zur Erholung” im Golddorf. Zusammen mit dem Festkomitee wird noch nachgefeiert. Das nennt man „Freundschaft über die Grenze!”

Wie in jedem Jahr, wurde auch der gute Zweck nicht vergessen: Der Stand der Kinderkrebshilfe Ophoven mit dem knallgelben Bus war ständig umlagert. Wiljo Caron und seine Truppe kamen an und freuten sich über Spenden. Selbst Spargel und Show sind stets wichtige Mittel, um anderen Menschen zu helfen, die dringend der Hilfe bedürfen.