Städteregion: Regiosportbund: Offergeld zieht nach drei Jahren Schlussstrich

Städteregion : Regiosportbund: Offergeld zieht nach drei Jahren Schlussstrich

Man kann dem Regiosportbund Aachen (RSB) wahrlich nicht vorwerfen, dass er mit seinen Personalentscheidungen Aufsehen erregen möchte. Im vergangenen Sommer hatte Geschäftsführerin Judith Blau eine neue Herausforderung angenommen und die Interessenvertretung von 636 Vereinen aus der Städteregion in Richtung Landessportbund verlassen — zunächst nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit. Ihre Nachfolgerin ist seit dem 1. August Ingrid Schäfer.

Jetzt gibt es erneut eine wesentliche personelle Änderung, die sich allerdings wesentlich schneller herumsprechen dürfte: Klaus Offergeld ist nicht mehr Präsident des RSB. Nach dreijähriger Amtszeit stand er für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Bei der Mitgliederversammlung wurde deshalb Günter Kuckelkorn zu seinem Nachfolger gewählt. Der Würselener, der in seiner Heimatstadt dem Stadtsportverband vorsteht und im Regiosportbund bisher Vizepräsident war, rückt nunmehr in die erste Reihe. Für eine Stellungnahme war der 69-Jährige nicht zu erreichen, da er sich derzeit im Ausland aufhält.

Neuer Vizepräsident mit hervorragenden Referenzen: Robert Voigtsberger.
Neuer Vizepräsident mit hervorragenden Referenzen: Robert Voigtsberger. Foto: Grobusch

„Ich habe schon bei meinem Amtsantritt gesagt, dass ich diese Aufgabe entweder für drei oder für sechs Jahre übernehmen werde“, betonte Klaus Offergeld am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung. Nach langen Überlegungen habe er sich dann für den Rückzug entschieden — aus persönlichen Gründen und in völliger Harmonie, wie Offergeld feststellt. „Ich habe noch ein weiteres wichtiges Ehrenamt, das ist die Hospizbegleitung. Dem will ich mich in Zukunft noch intensiver widmen“, erläutert der 68-Jährige seine Beweggründe.

Offergeld kann auf eine durchaus erfolgreiche Amtszeit zurückblicken. In den drei Jahren seiner Präsidentschaft wurde die Satzung überarbeitet und ein Mitgliedsbeitrag eingeführt. Sportpolitisch gelten der mit der Städteregion geschlossene „Pakt für den Sport“ und die vom Städteregionstag im Herbst verabschiedeten neuen Sportförderrichtlinien als Meilensteine, die zur nachhaltigen Stärkung der gesellschaftlichen Rolle des Sports beitragen sollen. „Ich denke, ich kann mich mit einem guten Gefühl verabschieden“, meint Klaus Offergeld. „Zumal der Regiosportbund weiterhin in guten Händen ist.“

Während Günter Kuckelkorn für große Erfahrung und Konstanz steht, ist Robert Voigtsberger ein Neuling beim RSB. Allerdings hat der 36-Jährige, der seit dem 15. Oktober 2014 Erster Beigeordneter der Stadt Stolberg ist, hervorragende Referenzen vorzuweisen: Vor seinem beruflichen Wechsel war der Diplom-Sportwissenschaftler als stellvertretender Sportdirektor beim Deutschen Behindertensportverband tätig, der mit über 600.000 Mitgliedern zu den größten deutschen Spitzensportverbänden zählt.

Seit mehr als einem Jahr habe es Kontakte mit dem Regiosportbund gegeben. „Ich bringe mich sehr gerne für den Sport in der Städteregion ein“, erklärte Voigtsberger am Freitag gegenüber unserer Zeitung. Allerdings wolle er das mehr im Hintergrund tun. „Eine Kandidatur für das Präsidentenamt beim RSB kam deshalb für mich nicht in Frage.“

Komplettiert wird das Präsidium von Rebekka Braun. Die 41-jährige Sparkassen-Angestellte und Leichtathletin kümmert sich weiter um die Finanzen.

(gro)