Städteregion: Regionale Vereine unterzeichnen Jugendschutzvereinbarung

Städteregion : Regionale Vereine unterzeichnen Jugendschutzvereinbarung

Schon 500 Vereine haben mit den örtlichen Jugendämtern eine so genannte „Vereinbarung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen durch Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen“ abgeschlossen.

Das hat die Arbeitsgruppe, die mit der Umsetzung des Jugendschutzkonzeptes in der Städteregion betraut ist, jetzt mitgeteilt.

Im Kern des 2012 erweiterten Bundeskinderschutzgesetzes geht es um einen noch besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe. Demzufolge sollten auch ehrenamtlich Tätige ihrem freien Träger ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, wenn sie im Rahmen ihrer Tätigkeit in einem Verein intensiven Kontakt mit Kindern und Jugendlichen haben.

Ziel ist es, einschlägig vorbestrafte Personen von der Arbeit mit Kindern auszuschließen. Und die Jugendämter sollten dazu Vereinbarungen mit Trägern der freien Jugendhilfe abschließen.

Die Erarbeitung und Formulierung einer entsprechenden Vereinbarung sowie weiterer Informationsmaterialien begann bei den kommunalen Jugendpflegern der Jugendämter in der Städteregion. „Widerstände schienen programmiert, bedeutete die Umsetzung einer solchen Vereinbarung doch gleichzeitig einen Mehraufwand für die Vereine. Auch wenn das Thema grundsätzlich auch auf sehr großes Verständnis bei vielen Trägern gestoßen ist“, sagt Ralf Pauli vom Jugendamt der Städteregion, das für Baesweiler und die drei Eifelkommunen zuständig ist.

„Deshalb haben wir dann auch gemeinsam mit Vereinen, Kommunen und Verbänden von kirchlichen Trägern über die Stadtjugendringe bis hin zur Feuerwehr das Jugendschutzkonzept für die Städteregion Aachen gemeinsam erarbeitet und fertiggestellt. Uns war wichtig, alle von Beginn an mit einzubeziehen und uns über inhaltliche und praktische Punkte zu verständigen“, unterstreicht Pauli.

Seit 2013 gab es rund um das Thema Kindeswohl viele verschiedene Informationsveranstaltungen in allen Kommunen, auch um das Jugendschutzkonzept umzusetzen. Der Erfolg der Zusammenarbeit von Jugendämtern und freien Trägern in der Städteregion zeigt sich darin, dass heute mehr als 500 Vereine und Verbände mit Jugendabteilungen eine solche Jugendschutz-Vereinbarung abgeschlossen haben. Das soll aber nicht das Ende sein.

„Es gibt zwar noch Träger, die nicht dabei sind, aber um die werben wir weiter gemeinsam“, gibt sich Pauli entschlossen und optimistisch. „Schließlich geht es nicht um ein Stück Papier, sondern um einen aktiven Kinder- und Jugendschutz!“

Viele Informationen online

Vielfältige weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf der gemeinsamen Internetplattform der Jugendämter in der Städteregion unter der Adresse: www.imblick.info. Dort findet man auch weitere Hinweise und Material rund um das Thema Kinder- und Jugendschutz sowie die entsprechenden Ansprechpartner in den jeweiligen Kommunen.