Wassenberg: Regierungspräsident plädiert für B221n

Wassenberg : Regierungspräsident plädiert für B221n

Die Innenstadt und damit das „historische Wassenberg” nahm Regierungspräsident Jürgen Roters bei seinem Besuch am Monatg eingehend unter die Lupe.

Roters zeigte sich beeindruckt „vom gepflegten Bild” und den Restaurierungsarbeiten an Stadtmauer und Wehrtürmen.

Mit Bedauern festgestellt wurden die wieder aufgetauchten Bergschäden am alten Rathaus und in der Häuserzeile Wedershoven/Graab/Heinrichs an der Ecke Synagogengasse. Der EBV als Eigentümer werde, so fügte Bürgermeister Manfred Erdweg an, in Kürze mit dem Abbruch der Häuserzeile beginnen.

Das in der Bevölkerung laut gewordene Bedauern über den Abbruch in der Synagogengasse wurde nicht verkannt. In der Neukonzeption dieses Innenstadtbereiches sei vorgesehen, das Teilstück „alte Synagogenmauer” mit Rundbogen und Erinnerungstafel „Synagoge Wassenberg” anzubauen, um so die Gedenkstätte in würdiger Form zu erhalten.

Kurz angesprochen wurde eine eventuelle Förderung der erforderlichen Baumaßnahmen.

as „gepflegte Bild” erhielt manche Abstriche angesichts einiger leer stehender gewerblicher Gebäude, die sich keineswegs in gepflegtem Zustand befinden. Hier fiel das Stichwort „B 221 n - Ortsumgehung Wassenberg”.

Der Regierungspräsident meinte dazu: „Es dürfte schwer sein, hier neue Aktivitäten zu entwickeln angesichts solcher Verkehrsströme in der Innenstadt, die jede Entwicklung verhindern. Ich halte die Umgehungsstraße in ihrer jetzt bestimmten Linienführung für unverzichtbar und richtig.

Daran darf sich nichts ändern, sonst kommt die neue Straße nie. Jedwede so genannte „Begleitende Gutachten” behindern oder vernichten sogar die Planungen und Realisierungen auf unbestimmmte Zeit.” Auch mit dieser eindeutigen Aussage dürfte das für Wassenberg höchste Priorität besitzende Anliegen eine wichtige Unterstützung finden.

Skepsis auf der ganzen Linie herrschte dagegen bei der Frage einer endlichen Realisierung des großen Rothenbach-Projektes in den ehemaligen Mercury-Kasernen. Der Anblick abgeholzter Waldteile und großer verunkrauteter „Wälle” an der L 117 ist alles andere als einladend.

Erdweg erklärte, dass private Insolvenzen hier eine entscheidende Rolle spielen und die „Banken” jetzt das Sagen hätten. Zur Zeit würden wieder Gespräche mit möglichen neuen Investoren geführt, damit das einige hundert Häuser umfassende Vorhaben endlich verwirklicht werden könne. In den Niederlanden bestünde hohe Nachfrage nach solchen Wohnsitzen.