Rauchwolke über Golkrath

Rauchwolke über Golkrath

Golkrath (an-o) - Sirenengeheul schreckte am späten Donnerstagabend die Bewohner in mehreren Erkelenzer Stadtteilen auf. In Golkrath standen Stallungen und Scheune eines Bauerngehöftes in Flammen. Das Feuer drohte auf angrenzende Wohnhaus überzugreifen.

Die Bewohner des Hofes, der an der Straße Terreicken liegt, hatten den Brand entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. In den Ställen standen mehrere Pferde, die von den Hausbewohnern zum Glück rechtzeitig ins Freie gebracht und bei Nachbarn untergebracht werden konnten. Die Leitstelle löste um 22.28 Uhr Alarm aus. In der Scheune lagerten Strohballen, die natürlich verbrannten. Der dichte Qualm breitete sich bis zur Autobahn 46 aus.

Drei Löschzüge im Einsatz

Wenige Minuten nach der Alarmierung trafen zwei Löschzüge an der Bandstelle ein. Nachdem Stadtbrandinspektor Klaus Peters das Ausmaß des Feuers festgestellt hatte - der hintere Teil der Scheune brannte in voller Ausdehnung und die Flammen drohten auf das Wohnhaus überzugreifen - alarmierte er einen weiteren Zug. Gegen 23.20 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Insgesamt wurden 200 Wehrmänner mit 21 Fahrzeugen unter anderem aus Erkelenz, Golkrath, Schwanenberg, Gerderath, Gerderhahn, Venrath, Kückhoven, Lövenich und Granterath unter Leitung der beiden Stadtbrandinspektoren Klaus Peters und Fred Höpgens eingesetzt. Ein Teil der Kräfte musste bis zum Morgen die Brandstelle absichern.
Unter Atemschutz

Das Feuer wurde sowohl von der Rückseite als auch von der Vorderfront des Anwesens, zunächst mit 16 Trupps unter Atemschutz bekämpft. Der Atemschutzcontainer des Kreises Heinsberg und der Verpflegungszug des DRK aus Birgden kamen ebenfalls zum Einsatz. Ein Rettungswagen war vorsorglich vor Ort. Die Polizei Heinsberg sicherte mit vier Funkstreifenwagen die Einsatzstelle auf den Straßen Terreicken und Am Kloster ab. Ein Beamter des Kriminalkommissariats Hückelhoven nahm noch in der Nacht die ersten Ermittlungen auf. Die Brandursache ist noch unklar.

Nach Mitteilung der Polizei wurde eine Bewohnerin des Hauses bei der Bergung der Pferde leicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens ist zur Zeit noch nicht abzuschätzen, dürfte aber beträchtlich sein.