Kreis Heinsberg: „Rat und Hilfe für Flüchtlinge“

Kreis Heinsberg : „Rat und Hilfe für Flüchtlinge“

Unter dem Motto „Rat und Hilfe für Flüchtlinge“ stand eine gut besuchte Veranstaltung vom Heinsberger Kreisverband der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) im Geilenkirchener Bürgertreff.

Yvonne Wolf, Flüchtlingsbetreuerin der Stadt Geilenkirchen, erläuterte die aktuelle Flüchtlingssituation in der Stadt und berichtete über ihre persönlichen Erfahrungen in ihrem Aufgabengebiet.Zurzeit befinden sich 195 Flüchtlinge in Geilenkirchen; 100 männliche und 38 weibliche Personen über 18 Jahre sowie 57 Kinder. Darüber hinaus werden noch 20 nicht begleitete Jugendliche in Geilenkirchen betreut. Insgesamt bleibe festzustellen, so berichtete die AsF, dass sich die Arbeitsabläufe normalisiert hätten und die Gesamtsituation in Geilenkirchen als zufriedenstellend bezeichnet werden dürfe. Letztlich habe dazu sicherlich das hohe Engagement der Flüchtlingsbeauftragten und ihres Teams beigetragen. Trotzdem bleibe noch eine Menge zu tun. Die Integrationsprozesse benötigten Zeit, Geld und Geduld. Allerdings seien auch schon erste Erfolge sichtbar.

Eine Frau berichtete im Rahmen der Veranstaltung über ihre persönlichen Erfahrungen. Sie sei jetzt 15 Monate in Deutschland, alleinerziehend mit zwei Kindern, und sehr froh, dass sie bereits einen Ausbildungsplatz in der Altenpflege habe. Sie sei sehr dankbar für die Flüchtlingsbetreuung und die vielseitige Unterstützung — insbesondere der ehrenamtlichen Helfer. Gemeindesozialarbeiterin Nicole Abels berichtete, dass die ehrenamtliche Arbeit nach wie vor mit hohem Engagement geleistet werde und die meisten Ehren­amtler der ersten Stunde auch jetzt noch dabei seien. Allerdings hätten sich die Aufgaben und Herausforderungen verändert. Abschließend wies sie darauf hin, wie wichtig es sei, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer geschult und qualifiziert würden.

Mitglieder der Stadtrats- und Kreistagsfraktion sowie der Bundestagsabgeordnete Norbert Spinrath versicherten, die Flüchtlingsarbeit zu unterstützen und gegebenenfalls bedarfsorientiert Hilfe zu leisten. AsF-Vorsitzende Ilse Lüngen bedankte sich bei allen und sicherte zu, weitere Veranstaltungen im Kreis zu organisieren.