Selfkant-Höngen: Ran an die Spraydose und rauf auf die Mauer beim Graffiti-Workshop

Selfkant-Höngen : Ran an die Spraydose und rauf auf die Mauer beim Graffiti-Workshop

Drei Tage lang war das Schütteln von Sprühdosen und ein leichtes Zischen am Jugendtreff „Alte Schule Höngen“ zu hören. Das Ergebnis ist knallbunt und begrüßt die Besucher des Kulturhauses Höngen künftig mit leuchtenden Farben.

Am letzten Wochenende der Osterferien bot der Jugendtreff „Alte Schule Höngen“ unter der Leitung von Franz-Josef Stoffels, dem Leiter der Offenen Jugendarbeit im Kirchengemeindeverband St. Servatius Selfkant, für Jugendliche ab 12 Jahren einen Graffiti-Workshop an. Dabei waren die Außenwände des Geländes die Leinwände der Jugendlichen. Die jungen Künstler arbeiteten schnell als Team zusammen. Professionelle Unterstützung gab es von Andreas Valiotis aus Heinsberg.

Am Freitag wurden die ersten Sprayübungen gemacht und eine erste Ecke an der langen Mauerwand wurde farbig verschönert.

Die älteren Jugendlichen des Jugendtreffs unterstützten die „Neuen“ des Workshops bei den Vorbereitungen und dem Anzeichnen der Entwürfe am Mauerwerk. Zuvor konnten alle Teilnehmer auf Papier ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Eine Jury aus Pfarrer Roland Bohnen, Heinz-Hubert Ruers als stellvertretender Bürgermeister sowie Gottfried Engendahl vom Kulturhaus bewertete die Motive und die Ideen der Kinder und wählte drei Entwürfe aus, die dann umgesetzt wurden.

Die Sieger wurden auch belohnt. Sie erhielten ein kleines Zelt und Schlafsäcke, außerdem gab es einen Trostpreis. Die Jugendlichen, die schon ein wenig Erfahrung mit den Spraydosen hatten, gestalteten einen Raum im Inneren des Jugendtreffs. Draußen waren die Teilnehmer des neuen Workshops in Aktion. Einige mussten gar in ihrem Tatendrang gebremst werden.

Als Siegermotive wurden der Schriftzug „Selfkant“ ausgewählt und ein Entwurf mit dem Schriftzug ASH (Alte Schule Höngen) sowie Motive mit „Sunshine“ und „Rainbow“ — letztgenannte Motive wurden zu einem gemeinsamen Bild vereint. Andreas Valiotis brachte viele Ideen ein. „Das Spannende an so einer Sache ist, dass die jungen Teilnehmer das Teamwork entdecken. Der Reiz beim Graffitisprayen ist auch, dass man Kreativität ausleben kann“, sagt Valiotis.

Der Graffitikünstler, der als selbstständiger Kommunikationsdesigner arbeitet, freute sich über die engagierten Jugendlichen und ihre vielen Ideen. Die Probierwand, an der ein Kirchenmotiv entstehen soll, wurde immer bunter. Der Workshop war Teil des Förderprogramms Kulturrucksack NRW, erklärte Franz-Josef Stoffels, deshalb war die Teilnahme für die Jugendlichen kostenfrei.