Erkelenz: Rainer Imkamp leitet das Arbeitsamt Erkelenz

Erkelenz : Rainer Imkamp leitet das Arbeitsamt Erkelenz

„Ich möchte in Erkelenz etwas bewegen”, hat sich Rainer Imkamp ein klares Ziel gesteckt. Angesichts aktueller Arbeitslosenstatistiken wird das allerdings keine leichte Aufgabe.

Doch diese Perspektive schreckt ihn nicht. Einen Vorteil sieht der Neue in seiner Vertrautheit mit der Region.

Schließlich ist Rainer Imkamp in Wegberg geboren, in Dalheim aufgewachsen und lebt heute mit Gattin und zwei Töchtern in Büch. „Ich bin in Wegberg ein Stück weit verankert”, sagt er.

Seine Karriere startete Imkamp beim Arbeitsamt Mönchengladbach. Vor zehn Jahren wechselte er zum Landesamt nach Düsseldorf, ehe er über Brühl und Viersen auch beruflich in die Heimat zurückkehrte.

Seine Verwurzelung mit der Region begreift Rainer Imkamp als Chance und Risiko zugleich. „Sicher wird die Zahl der Anrufe auf meinem Privatanschluss nach 18 Uhr deutlich zunehmen. Aber damit kann ich leben”, meint der Wegberger.

„Mit Hilfe meiner Kenntnisse der regionalen Strukturen kann ich sicher dazu beitragen, die gravierenden Probleme in Erkelenz zu lösen”, skizziert er die andere Seite der Medaille.

Trotzdem weiß Imkamp: „Vor uns liegen schwierige Zeiten.” Dass die Arbeitsmarktsituation sich in den nächsten Monaten deutlich bessert, erwartet der Leiter des Arbeitsamtes Erkelenz nicht. Frühestens im Herbst sei mit mehr offenen Stellen zu rechnen, lautet die vorsichtige Prognose.

Als erfahrener Jugendberater liegt dem 41-Jährigen besonders die Vermittlung von jungen Menschen am Herzen. Dem dramatischen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit möchte er besonders Einhalt gebieten.

Zumal es sich derzeit vielfach um hoch qualifizierte und ambitionierte junge Menschen handelt, die nach Beendigung ihrer Ausbildung aus betriebsinternen Gründen wie Personaleinsparung nicht in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurden.

„Gerade ihnen möchte ich Stellen vermitteln, weil sie zu jenen Fachkräften gehören, die schon in wenigen Jahren Mangelware sein werden”, meint Imkamp. Dennoch steht natürlich die Vermittlung Arbeitsloser aller Altersklassen im Mittelpunkt seines Wirkens.

„Wir versuchen, für jede Arbeitsstelle den individuell geeignetsten Arbeitnehmer zu vermitteln”, verdeutlicht er. Auf Veränderungen muss sich das Arbeitsamt Erkelenz ebenfalls gefasst machen.

„Wir werden die neuen Hartzgesetze zur Reform des Arbeitsmarktes, die zum 1. Januar verabschiedet wurden, konsequent umsetzen”, verspricht er. Besonderes Augenmerk legt Imkamp dabei auf die Arbeitsvermittlung.

Um die Chancen für Arbeitslose auf einen Job weiter zu verbessern, erhält das Arbeitsamt Erkelenz 2,5 neue Vermittlerstellen. „Darüber hinaus werden wir arbeitgeber- und ergebnisorientierter arbeiten.”

Dabei hofft der 41-Jährigen vor allem auf die Hilfe der Arbeitgeber und appelliert, offene Arbeits- und Ausbildungsstellen zu melden. „Wir wollen beide Seiten des Marktes zusammenbringen.”