Heinsberg: Raiffeisenbank: Bekenntnis zu den 22 Standorten

Heinsberg : Raiffeisenbank: Bekenntnis zu den 22 Standorten

Die Raiffeisenbank Heinsberg verkündete bei ihrer Vertreterversammlung in der Heinsberger Stadthalle eine positive Geschäftsentwicklung. Nach der Begrüßung der Vertreter durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Krückel verwies Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Kroll darauf, dass das abgelaufene Geschäftsjahr zwar ein bewegtes Jahr war, das die Bank jedoch mit Bravour überstanden habe.

Bei der erstmals in neuer Vorstandskonstellation durchgeführten Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Heinsberg betonte Kroll, dass sein Haus der „erfolgreichen geschäftspolitischen Ausrichtung, dem Menschen und nicht dem Kapital Vorrang einzuräumen“, treu bleibe. „Wir halten an unserem Alleinstellungsmerkmal, dass alle unsere Kunden auch Mitglieder und somit Mitinhaber unserer Bank sein können, fest und haben uns auf die Fahne geschrieben jährlich 1000 Neumitglieder an uns zu binden.“

Als weitere Bausteine des Mitglieder-Mehrwertprogramms stellte Kroll unter anderem die Aktivitäten der neu eingerichteten Raiba-Mitglieder-Akademie vor. Vier Veranstaltungen zu speziellen Bankenthemen seien bereits terminiert. Auch das Bonusprogramm in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handel werde weiter forciert. Trotz des Vormarsches von Internet und Onlinebanking und der Investitionen der Bank auf diesen Gebieten werde den Geschäftsstellen vor Ort nach wie vor hohe Priorität eingeräumt.

„Wir haben aus unserer Waldenrather Geschäftsstelle, die noch den Charme der 70er Jahre hatte, eine hochmoderne Geschäftsstelle geschaffen. In Gangelt haben wir viel Geld in unser Kompetenzzentrum investiert. Mit diesen Umbauten haben wir erneut signalisiert, dass wir uns zu unseren 22 Standorten bekennen“, so Klaus-Dieter Kroll. Um den ehrenamtlichen Helfern in Sportvereinen Anerkennung zu zollen und das soziale Engagement der Vereine zu würdigen, habe das Bankinstitut den Wettbewerb „Sterne des Sports“ gestartet.

Vorstandskollege Thomas Giessing übernahm die Aufgabe, den Vertretern den Jahresabschluss 2012 vorzutragen. Er erläuterte die markanten Zahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Zum 31. Dezember 2012 betrug die Bilanzsumme 871 Millionen Euro. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent oder etwa 20 Millionen Euro. Die Gesamtausleihungen erreichten Ende 2012 insgesamt 474 Millionen Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um elf Millionen Euro an.

Das Kundenverhalten bei den Kapitalanlagen erläuterte Giessing folgendermaßen: „Insgesamt verzeichneten die bilanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden einen Zuwachs von sieben Millionen Euro. Auf Grund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus bevorzugten unsere Kunden die täglich fälligen Einlagen. Diese stiegen um rund 19 Millionen auf nunmehr 210 Millionen Euro.“ Die befristeten Einlagen seien um elf Millionen auf 51 Millionen Euro zurückgegangen, die Spareinlagen hätten sich geringfügig um eine Million Euro auf 361 Millionen Euro verringert.

Insgesamt belaufe sich die Position auf 623 Millionen Euro. Bei dem Verbundunternehmen unterhalten die Kunden der Raiffeisenbank Kredite über 134 Millionen Euro und Geldvermögen von 359 Millionen Euro. Insgesamt betrage, so Giessing, das verwaltete Kundengesamtvolumen damit 1,64 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfeldes konnte der Zinsüberschuss um 200 000 Euro auf 22 Millionen Euro gesteigert und der Provisionsüberschuss gehalten werden. Die Verwaltungskosten blieben stabil bei 17 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss betrug 2,6 Millionen Euro.

An die Mitglieder zahlt die Bank wieder eine Dividende in Höhe von sechs Prozent aus. Ihre Eigenmittel konnte die Raiffeisenbank Heinsberg aus dem Betriebsergebnis um 4,9 Millionen Euro aufstocken.

Insgesamt weist sie nach Aussage Giessings, im Vergleich zu gleich großen Genossenschaftsbanken, eine überdurchschnittliche Eigenmittelausstattung aus. Die Raiffeisenbank Heinsberg zählte zum Jahresende 12.027 Mitglieder, davon 876 Neumitglieder.