Heinsberg: Public Viewing in Heinsberg: Am Ende jubeln nur die serbischen Fans

Heinsberg : Public Viewing in Heinsberg: Am Ende jubeln nur die serbischen Fans

Die Party - sie fällt dieses Mal aus. Kaum hat Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco die Partie Deutschland gegen Serbien abgepfiffen leert sich der Markplatz, auf dem die Stadt Heinsberg die riesige Leinwand für das Public Viewing aufgebaut hat.

Die wenigen der rund 2500 Fans, die auf dem und vor dem Platz verharren, diskutieren. Woran hat es gelegen, dass die deutsche Mannschaft im fernen Port Elizabeth nach einem souveränen 4:0 gegen Australien gegen Serbien verloren hat?

Für Dennis Niemeyer ist die Sache klar. Schuld ist in seinen Augen Miroslav Klose. „Warum geht der auch so in den Zweikampf? Der war doch schon vorgewarnt.” Für den 28-jährigen Heinsberger steht fest, hätte Deutschland bis zum Schluss mit elf Mann gespielt, Serbien hätte niemals gewonnen.

Das streitet Niemeyers Freund, Mario Scholz, gar nicht ab, doch Klose ist für ihn nicht das Problem. „Man hätte Klose nicht vom Platz stellen dürfen. Sein zweites Foul war doch gar nicht schlimm. Schlimm war, das Podolski den Elfmeter verschossen hat. Hätte er getroffen, hätten wir das sogar in Unterzahl gewinnen können.”

Nicht nur bei diesen beiden Fußball-Fans, die sich extra für das Spiel frei genommen hatten, sitzt die Enttäuschung tief, überall sieht man lange Gesichter. Dabei hatte alles recht verheißungsvoll angefangen. Doch am Ende durften nur die wenigen serbischen Fans auf dem Heinsberger Marktplatz jubeln.