Berlin: Promi-Geburtstag vom 26. Januar 2017: Ellen DeGeneres

Berlin : Promi-Geburtstag vom 26. Januar 2017: Ellen DeGeneres

Ellen DeGeneres gehört zu den beliebtesten US-Stars - das wurde nicht zuletzt bei der Verleihung der Peoples Choice Awards in Los Angeles deutlich, als die Komikerin und Moderatorin gleich drei Preise abräumte.

Sie wurde als beste Talkshow-Moderatorin, für die Vertonung des Zeichentrickhits „Findet Dorie” und in der Sparte „Komödiantische Zusammenarbeit” für ein witziges Video mit Britney Spears ausgezeichnet. Mit nunmehr 20 Publikumspreisen ist DeGeneres die Rekordhalterin bei den Peoples Choice Awards, die ausschließlich von Fans gewählt werden.

Keine Frage, die US-Amerikanerin, die heute 59 Jahre alt wird, hat viele Talente. Natürlich ist sie auch Twitter-Königin. Unvergessen ist ihr stargespicktes Rekord-Selfie bei der Oscar-Verleihung 2014, das ein viraler Hit wurde.

„Ich bin gerne viel beschäftigt und mache viele Dinge zur selben Zeit”, sagte die Moderatorin dem Magazin „Good Housekeeping” einmal. „Mir wird schnell langweilig, also muss ich viel machen.” Dazu gehört inzwischen auch eine eigene Modelinie. Im „Hauptberuf” aber moderiert Ellen DeGeneres eine tägliche nach ihr benannte Nachmittags-Talkshow, der so ziemlich jeder US-Prominente schon einmal einen Besuch abgestattet hat.

Die Karriere der Moderatorin, die 1958 in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Louisiana als Tochter eines Versicherungsmaklers und einer Sprachtherapeutin zur Welt kam, begann allerdings eher holprig. Nach der Schule schlug sie sich mit Gelegenheitsjobs durch. Ein Studium der Kommunikationswissenschaft brach sie ab. Ende der 70er Jahre begann sie, als Comedian in kleinen Clubs aufzutreten, erst erfolglos, aber dann kamen immer mehr Aufträge rein. DeGeneres tourte durch die ganzen USA, trat im Fernsehen auf und bekam erste Schauspiel-Rollen, unter anderem in der Sitcom „Open House”.

Ab 1994 spielte sie in der nach ihr benannten Sitcom „Ellen” mit und feierte große Erfolge. Drei Jahre später folgte der große Einschnitt in ihrer Karriere. Nachdem DeGeneres sich öffentlich als lesbisch geoutet hatte, schraubte der Fernsehsender ABC die Werbung für ihre Serie herunter, die Zuschauer schwanden und ein Jahr später wurde die Reihe eingestellt. DeGeneres stand plötzlich ohne Job da und musste wieder als Comedian durch Clubs touren. Kurz darauf zerbrach ihre Beziehung zu der Hollywood-Schauspielerin Anne Heche.

Mehrere Jahre brauchte DeGeneres, um sich von dem Schock zu erholen. „Wahrscheinlich war es eine notwendige Zeit für mich, auch wenn ich das damals nicht hätte hören wollen”, sagte DeGeneres. Sie begann noch einmal ganz von Neuem und erarbeitete sich mit der Moderation der Emmys kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York wieder herausragende Kritiken. „Was könnte die Taliban mehr ärgern, als eine homosexuelle Frau in einem Anzug zu sehen, die von Juden umgeben ist?”, begann sie die Show.

Zwei Jahre darauf startete ihre neue Talkshow, die sie bis heute moderiert. Und sie lernte die australische Schauspielerin Portia de Rossi kennen, mit der sie seit 2004 zusammen und seit 2008 verheiratet ist. Mit vielen Hunden und Katzen lebt das Paar auf einer Farm in Kalifornien. „Mein Leben ist wirklich gut”, sagt die Moderatorin heute. „Die kleinen Dinge lasse ich nicht mehr so an mich heran. Es gibt nicht viel, worüber ich mich beschweren könnte.”

Ihr Erfolgsrezept: Bissig ja, aber keine Witze unter der Gürtellinie. „Das Wichtigste für mich ist zu wissen, dass ich für Liebenswürdigkeit stehe. Ich bin froh, dass ich lustig bin. Ich bin froh, dass ich Leute fröhlich mache, weil das sehr wichtig ist. Aber ich bin stolz, dass ich als liebenswürdiger Mensch bekannt bin.”

(dpa)