Hückelhoven: Projektwoche: Gymnasiasten beschäftigen sich mit dem Klimawandel

Hückelhoven : Projektwoche: Gymnasiasten beschäftigen sich mit dem Klimawandel

„Wer wird verschmutzt durch Feinstaub und Dreck? Es ist die Welt, sie ist bald weg!„ hieß es in einem Gedicht, das Schüler bei der Projektwoche des Gymnasiums frei nach Goethes Erlkönig gedichtet hatten.

Die Ergebnisse wurden in einer umfassenden Schau im gesamten Schulgebäude präsentiert. Dabei hatten sich die Schüler interessengeleitet und jahrgangsübergreifend in den Gruppen zusammengefunden. Die Ergebnisse waren so lehrreich wie kreativ.

Eine Gruppe von 23 Schülern hatte sich ganz praktisch mit der Bedeutung der Bäume für die Umwelt und das Klima auseinandergesetzt und dabei eine Menge gelernt. Zum Beispiel, dass Bäume auch dement werden können, was man daran erkennt, dass sie im Herbst auf einmal wieder anfangen zu blühen.

Zugunsten einer Initiative von Misereor verkauften sie Hainbuchensetzlinge für einen guten Zweck. Denn mit dem Geld soll geholfen werden, die Insel Haiti aufzuforsten. Sie droht zu veröden, da nur noch drei Prozent der Insel mit Bäumen bewachsen sind, was auch für die Bewohner katastrophale Folgen haben kann.

Darüber hinaus wurde in der Schule musiziert, wozu sich das Orchester seine Instrumente aus Müll zusammengebaut hatte, über Benzinverbrauch auf dem Schulweg aufgeklärt und Wissenswertes über die Hygiene im Mittelalter vermittelt. Doch auch Themen, die die Region aktuell betreffen, wurden nicht ausgespart. So beschäftigte sich eine Gruppe auch mit dem Thema „Tagebau Garzweiler II - Fluch oder Segen?”

In einer Schreibwerkstatt hatten sich 28 Schüler zusammengefunden, um sich Gedanken darüber zu machen, wie die Welt und das Leben im Jahr 2080 aussehen könnten. Das Ergebnis war eine Sammlung interessanter Geschichten, die in einem Heft zusammengetragen und veröffentlicht wurden.

Darüber hinaus lasen die jungen Autoren auch vor Publikum aus ihren Werken. Mario Seefeldt hatte eine eher düstere Vision der „Apokalypse 2080”, in der die In rund 40 Projektgruppen hatten sich die Schüler drei Tage lang mit dem Thema „Prima Klima” und dem Klimawandel sowie seinen Auswirkungen auf die Welt beschäftigt.

Menschen um die wenigen verbliebenen Ressourcen kämpfen mussten. Der 14-Jährige betonte, dass die Zusammenarbeit mit den oftmals unbekannten Mitschülern an sich bereits ein Erlebnis gewesen sei. „Wir waren schnell zu einer Gemeinschaft geworden, in der jeder vom anderen lernen konnte”, resümierte er rückblickend.

Schulleiter Walter Woltery tat gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Jansen ganz aktiv etwas für das Klima, indem sie auf dem Schulhof eine Hainbuche pflanzten.

Die Projekttage hatten in den letzten Jahren nicht mehr stattgefunden, da der Ganztagsunterricht und über 30 Arbeitsgruppen den Schülern ausreichend Möglichkeiten bieten, sich über den Unterricht hinaus zu engagieren und mit übergreifenden Themen zu befassen.

Die Deutschlehrerin Irene Dahlmann-Kranz und ihre Kollegin Irmtraud Fell lobten die fächerübergreifende Zusammenarbeit und die Möglichkeit für die Schüler, mit anderen Jahrgängen ein Thema intensiv bearbeiten zu können. „Auch in der Gruppe, in der Schüler von der fünften bis zur 13. Klasse zusammenarbeiteten, herrschte ein prima Klima”, so Dahlmann-Kranz.