Kreis Heinsberg: Projekttage zu Sexualität und Gesundheit

Kreis Heinsberg : Projekttage zu Sexualität und Gesundheit

Im Rahmen der Projekttage am Berufskolleg Ernährung - Sozialwesen - Technik des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen hat es reichlich Diskussionsstoff für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 in der Fachoberschule Soziales und Gesundheit zum Thema „Sexualität und Gesundheit” gegeben.

In Kooperation mit verschiedenen Institutionen gestalteten die Fachlehrerinnen für Gesundheitswissenschaften (Gertrud Dreßen, Therese Görtz und Anne Reents) drei Vormittage mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Den Schülerinnen und Schülern wurde so ein breites Forum geboten, um Fragen, die ihnen auf den Nägeln brennen, von Fachleuten kompetent beantworten zu lassen.

Wie reagieren Eltern darauf, wenn sie erfahren, dass ihr Kind homosexuell ist? Kann man schon in der Kindheit erkennen, ob sich jemand zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt? Wie reagiert die Gesellschaft auf Menschen, deren Sexualität von der allgemeinen Norm abweicht?

Über solche und ähnliche Fragen zum Thema „Homosexualität” und das Leben als „Schwule” oder „Lesbe” informierten Mitglieder des Schwul-Lesbischen Aufklärungsprojektes (SchLAu) aus Aachen.

Über das Thema „Missbrauch” informierte Kriminalhauptkommissar Franz Heinrichs vom Kommissariat Vorbeugung bei der Kreispolizeibehörde Heinsberg. Sachlich, aber auch mit der notwendigen Sensibilität vermittelte er den Schülerinnen und Schülern notwendiges Hintergrundwissen, damit sie in schwierigen privaten oder beruflichen Situationen professioneller reagieren können.

Renate Kaspar von der Aids-Beratung der AWO in Hückelhoven klärte auf zu Fragen rund um das Thema „Aids” und weitere sexuell übertragbare Krankheiten. Durch sachliche Informationen wurden auch Berührungsängste gegenüber Betroffenen abgebaut.

Einem weiteren wichtigen Thema widmete sich Birgit Görtz, ebenfalls von der AWO aus Hückelhoven. Von ihr erhielten die Klassen die neuesten Informationen zum Thema „Verhütung und Schwangerschaftskonfliktberatung”.

Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Experten waren sich einig: Die drei Vormittage waren ein gelungenes Beispiel für die Kooperation von Schule mit externen Experten. „Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler auch langfristig von dem Projekt profitieren und sie in Zukunft verantwortungsvoll mit diesen Themen umgehen, um sich und andere vor unnötigen Gefahren zu schützen”, so lautete das Fazit.