Kreis Düren/Jülich: Projekt „Ökopass” Umweltbewusstsein wachsen

Kreis Düren/Jülich : Projekt „Ökopass” Umweltbewusstsein wachsen

Vor dem Hintergrund der globalen Klima-Erwärmung ist es unerlässlich, das Bewusstsein für die Umwelt nicht zu verlieren beziehungsweise überhaupt erst ein Bewusstsein zu entwickeln. Die Kinder des 3. Schuljahres der Städtischen Grundschule-Süd in Jülich wissen nun, dass eine Auseinandersetzung mit der Natur sinnvoll ist und zudem richtig Spaß machen kann.

Im Rahmen des Umweltprojekts „Ökopass” der Aachener Stiftung Kathy Beys erforschten die Jungs und Mädchen spielerisch die Umwelt zu den Themen „Wasser, Boden, Luft und unsere Welt.

Von der UNESCO ausgezeichnet

Dabei erhielt jedes Kind seinen eigenen Ökopass, in den die Ergebnisse der Beobachtungen, Pflanzenarbeiten und Versuche eingetragen wurden, stets begleitet vom Maskottchen „Walle”.

Der Ökopass ist eines der erfolgreichsten Umweltbildungsprojekte in NRW und wurde im November 2006 von der UNESCO als offizielles Projekt der UN-Weltdekade 2007/2008 „Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet.

Das Unternehmen Promedia aus Alsdorf übernahm die Organisation des Projekts und stellte den Lehrern Arbeitsunterlagen und Material zur Verfügung. An dem Umweltprojekt beteiligten sich die Förder- und Grundschulen aus dem Kreis Aachen, Düren und Heinsberg: In diesem Jahr wurden 2500 Schüler aus der Region für den Projektdurchgang gemeldet.

Und die Kinder waren mit Begeisterung bei der Sache: „In der freien Arbeit stand stets der Ökopass auf dem Programm”, berichtet Referendarin Kristina Kappes, die das Projekt an der Grundschule Süd in Jülich betreute.

An diesem Vormittag erarbeiteten die Kinder den Bereich Boden und hatten zu diesem Zweck eigens Regenwürmer mitgebracht. Mit ihrer Lehrerin Ariane Ranft beobachteten die Schüler die wirbellosen Tiere. Es versteht sich von selbst, dass die Kinder die Regenwürmer ohne Scheu auf die Hand setzten.

„Vor Regenwürmern habe ich keine Angst, nur vor ganz fiesen Spinnen”, erzählte ein kleines Mädchen und fischte dabei einen Regenwurm vom Tisch. Anschließend malten die Kinder eine möglichst naturgetreue Zeichnung von den Regenwürmern, die jeweils auf einem Teller vor den kleinen Forschern umherkrochen.

Zum Abschluss der Unterrichtsstunde fertigten die Kinder den Regenwürmern ein artgerechtes Terrarium an, das mit den verschiedenen Schichten Erde und Sand aufgefüllt wurde.

Bevor die Regenwürmer ihre neue Behausung beziehen konnten, wurde der Boden mit Wasser benetzt und mit einigen Salatblättern ausgelegt. Schon bald werden die Kinder ihre Ergebnisse zum Thema Boden in den Ökopass eintragen haben.