Kreis Aachen: Projekt „Miteinander” wird fortgesetzt

Kreis Aachen : Projekt „Miteinander” wird fortgesetzt

Das Projekt „Miteinander” des Kreises Aachen wird im kommenden Jahr fortgesetzt, wobei die Arbeit gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zentrale Bedeutung behält. Das hat jetzt der Projekt-Beirat beschlossen.

Der Vorsitzende, Kreisdirektor Helmut Etschenberg, betont, dass künftig Wert darauf gelegt werde, die positive Seite von „Miteinander” stärker in den Vordergrund zu rücken. Daher sollen auch andere Projekte als bisher gefördert werden.

„Gedacht ist an Aktionen und Vorhaben, die ein gutes Zusammenleben der Menschen fördern und die Toleranz gegenüber den Mitmenschen schaffen”, erklärt Etschenberg. Das erweiterte Projekt stehe deshalb unter dem Leitwort „Miteinander - Vielfalt schätzen, aus Verschiedenheit lernen”.

Keine Entwarnung gibt es laut Etschenberg beim Thema Rechtsextremismus. Denn in Teilen des Kreises sei die rechtsextreme Szene weiter aktiv. Sachkundige Beobachter berichteten gar von zunehmenden Aktivitäten, erläutert der Kreisdirektor. Heutige Rechtsextremisten gäben sich eher harmlos.

Sie gewännen jedoch auf diesem Wege an Attraktivität bei Jugendlichen, weil sie sich als eine Art Jugendkultur mit besonderen politischen Inhalten darstellten.

Das Projekt „Miteinander” setzt seine Hebel in Schulen, aber auch bereits in Kindergärten an. „Vorbeugende Arbeit gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Vorurteile und Ausgrenzung anderer Menschen bleibt für uns wichtig”, betonen Beate Lennartz und Dr. Henrique Ricardo Otten, die beim Kreis zuständig für das Projekt sind. So werde im kommenden Jahr auf Wunsch des Beirates ein besonderer Schwerpunkt gesetzt.

Dabei gehe es unter anderem um die Bewusstseinsbildung bei Jugendlichen zum Thema „Nationalsozialismus und seine Folgen”. Geplant ist etwa ein gemeinsames Projekt von der Initiative „Peperoni” mit dem Berufskolleg Herzogenrath.