Heinsberg-Karken: Premierenkonzert begeistert Zuhörer

Heinsberg-Karken : Premierenkonzert begeistert Zuhörer

„So ein Tag, so wunderschön wie heute..” hätten die musizierenden Vereine am liebsten beim Premierenkonzert in der Bürgerhalle angestimmt, sahen sie sich doch nach vielen Jahren endlich am Ziel ihrer Wünsche.

Der Instrumentalverein wie der Quartettverein wurden am Schluss in der proppenvollen Halle stürmisch gefeiert. Die vorzügliche Akustik, die vor allem der 34-köpfige Chor genoss, wie auch die große Publikumsresonanz topten das für Karken so bedeutsame konzertante Ereignis.

Vorbei sind die Behelfszeiten im unzulänglichen Vereinssaal, der für die musikalischen Vereine eher eine Behinderung war, da sie aufgrund von Größe und Niveau längst herausgewachsen waren. Die Bürgerhalle verschafft ihnen nun neue Entwicklungsmöglichkeiten, auch wenn der Instrumentalverein mit seinem Neujahrskonzert in der Oberbrucher Festhalle bleibt.

Aus berufenem Munde bekamen die Vereine ein dickes Lob. Mit guten Amateuren zu musizieren, bereitete der Echter Sopranistin Margriet Laumen-Schlösselsmehr Spaß als ein Auftritt mit Profi. Sie hätten keine Starallüren, „kennen keinen Neid und geben 200 Prozent”, sagte die Sängerin, der die Besucher wegen ihres Könnens und ihrer Charme zu Füßen lagen.

Mit ihren Auftritten hat sich die Solistin von den Städtischen Bühnen Mönchengladbach/Krefeld inzwischen schon eine große Fangemeinde erobert. Auch wenn das Konzert ein noch so großer Erfolg war, so wird es zumindest eine gemeinsame Neuauflage so bald nicht geben, waren damit doch sowohl ungeheure Anstrengungen als auch hohe Kosten verbunden.

Erfolgslinie

Mit seinem Repertoire blieb der Quartettverein auf seiner bereits im Vorjahr eingeschlagenen Erfolgslinie und favorisierte das Musical. „Wir sind zwar ein alter Verein”, so der Vorsitzende Michael Gornig, „wollen aber nicht zum alten Eisen gehören, sondern mit der Zeit gehen und uns nach den Wünschen des Publikums ausrichten.”

Mit Frank Ollertz, dem diese Kategorie besonders liegt, am Klavier heimste der Männerchor neue Sympathien ein. „Land of hope and glory” oder „Con te partiro”, die alle Mitwirkenden vereinigten, gingen derart unter die Haut, dass das Publikum sich danach ergriffen von den Plätzen erhob.

Aber die Vereine punkteten jeweils auch getrennt für sich, so der Instrumentalverein mit seiner „Homage an das Tier” „Dances with wolves”, die für Hautkribbeln sorgten. Wie üblich zeigte sich dieser Verein nach einem außerordentlich erfolgreichen Jahr mit neuem Wettbewerbserfolg in Höchstform, von der imposanten Größe einmal abgesehen, die ihn zwang, seine Spielfreude zu zügeln, damit es in der Halle nicht schepperte.

Die Bühne war von den beiden Vereinen so dicht bevölkert, dass Klavierbegleiter Theo Krings bei dem sofort zündenden Reißer Granada durch die Solistin besonders gefordert war, Kontakt zu halten. Für den Chorleiter Wolfgang Beule wie auch für seinen jüngeren Kollegen Mark Partouns war dieses Konzert mit zugkräftigen Werken von zahlreichen Komponisten, die im Musical Rang und Namen haben, auch ein Höhepunkt ihres verdienstvollen Karkener Schaffens.

In seiner Moderation unterließ es Toni Goertz nicht, sowohl ihnen ausführliche Würdigungen zu widmen, als auch den Besuchern die Stücke so schmackhaft zu machen, dass ihnen bei seinen Worten schon das Wasser im Munde zusammenlief.