Kreis Heinsberg: Prachtvolles Konzert und ein „Update“ zur Kreismusikschule

Kreis Heinsberg : Prachtvolles Konzert und ein „Update“ zur Kreismusikschule

Wenn das mal kein Service ist: Nicht nur, dass die Big Band „Jazzliv(f)e“ bei ihrem traditionellen Konzert im ersten Monat des Jahres einen musikalischen Neujahrsgruß entbot. In der Eingangshalle der „alten“ Musikschule im Übach-Palenberger Stadtteil Marienberg an der Schulstraße gab es neben der guten Laune dank toller Musik auch noch ein „Update“ zum Stand der Dinge bei der Kreismusikschule.

Deren Leiterin Gerda Mercks freute sich mit den Musikern um Big-Band-Leiter Rainer Tegtmeyer und Sängerin Aradhana Grunenberg nicht nur über das bestens absolvierte Programm zum Jubiläum im 25. Jahr des Big-Band-Bestehens. Mercks zeigte auch die Bedeutung der Schule auf, die unter dem Dach des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) auf qualitativ hochwertigen Unterricht setzt.

Sängerin Aradhana Grunenberg sorgte für beste stimmliche Unterstützung der Big Band. Foto: Markus Bienwald

„Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Bevölkerungsschichten“, wie Gerda Mercks ergänzte, „damit übernehmen wir eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.“ Musikalische Bildung mit professionellen Lehrkräften sei Teil einer ganzheitlichen Bildung, betonte die Musikschulleiterin. Mit wöchentlich 770 Unterrichtsstunden von 53 Lehrkräften an 41 Unterrichtsstätten in Erkelenz, Hückelhoven, Übach-Palenberg, Wassenberg und Wegberg decke die Kreismusikschule ein breites Spektrum ab.

„Wir begleiten unsere Schüler vom Elementarkurs bis zur Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule, vom Baby- bis zum Seniorenalter“, berichtete sie. Umso mehr freute es Mercks und die rund 100 Gäste in der Marienberger Aula, dass die Schule weiter in Übach-Palenberg präsent bleibt.

Dies geschehe zwar „in anderen Räumen, hauptsächlich in der Gemeinschaftsgrundschule Palenberg, aber mit dem gleichen qualifizierten Unterricht wie bisher“. Noch, so betonte sie, seien Big Band und Schlagzeugunterricht in Marienberg zu Hause, was sie zum Appell „Nichts nützt dem Staat so wie die Musik“ nach Molière ermunterte.

Dass die Musik an diesem Vormittag nicht nur in Worten die Hauptrolle spielte, bewiesen dann Rainer Tegtmeyer und die bestens aufgelegten Musiker. Sie ließen die „Good Times“ aufleben, entlockten Abba-Klassikern wie „Mamma Mia“ den Swing und fuhren mit dem „Night Train“ von James Brown gekonnt durch die Gehörgänge der Gäste. Gesanglich exquisite Unterstützung gab es von Aradhana Grunenberg, die sich gefühlvoll mit „Dance with my Father“ oder auch schwungvoll mit Terry Gilkysons unverwüstlicher Komposition „Versuchs mal mit Gemütlichkeit“ gab.

Applaus ernteten die Musiker reichlich, schließlich setzten sie mit einem Beatles-Medley, dem Ohrwurm „Brazil“ und dem grandiosen „Sounds of Silence“ im glänzenden Big-Band-Gewand noch weitere Ausrufezeichen hinter ein prachtvolles Konzert.

(mabie)