Post nimmt für Briefe weniger Porto

Post nimmt für Briefe weniger Porto

Kreis Heinsberg (an-o/lino) - Wer jetzt erst seine Neujahrsgrüße abschickt, spart ein ganz kleines bisschen. Zum 1. Januar hat die Post - zum ersten Mal in ihrer Geschichte - das Briefporto gesenkt.

Es wird preiswerter, Briefe und Postkarten zu verschicken. Aber was tun, wenn noch viele alte Briefmarken in der Schreibtischschublade liegen? Wenn das Porto erhöht wird, kann man ja dazukleben, aber wenn es weniger kostet, was dann? Ein Stück abschneiden?
55 Cent kostet nun ein Brief, ein Cent weniger als bisher, 45 Cent eine Postkarte, sechs Cent weniger als im vorigen Jahr. Und die alten Marken? "Die können Sie natürlich noch weiterverwenden", rät eine Mitarbeiterin der Post AG.

Wer der Post aber nichts schenken möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder bei teuren Versandarten wie Kompaktbrief oder Großbrief alte Marken mit neuen zusammen stückeln. Oder die Marken bei der Post umtauschen. Das geht wie im vorigen Jahr bei der Euro-Umstellung. Also etwas mühsam.
Die alten Marken können bis zum 30. Juni 2003 eingeschickt werden. Formulare dafür gibt es bei den Postfilialen. Beim Plusbrief, dem Briefumschlag mit aufgedrucktem Porto, wird aber nur der Portowert ersetzt. Ein Standardbrief bis 20 Gramm kostet jetzt 55 Cent, ein Kompaktbrief bis 50 Gramm 1,00 Euro. 1,44 Euro müssen auf einen Großbrief bis 500 Gramm geklebt werden, der Maxibrief bis 1000 Gramm kostet nun 2,20 Euro. Eine Postkarte muss mit einer 45-Cent-Marke frankiert werden.

Nachsenden wird teurer

Nachnahmesendungen werden teurer: 2 Euro statt bisher 1,79 Euro). Und Leute, die umziehen, zahlen für sechs Monate Nachsenden jetzt 14,80 Euro. Das war bislang kostenlos. Weitere Informationen über die neuen Tarife gibt es bei allen Postfilialen.