Horst: Positive Bilanz trotz einiger Abnutzung

Horst : Positive Bilanz trotz einiger Abnutzung

Aus dem Ablauf des großen Festivals hat der Musikverein St. Josef Horst gelernt.

Der Heimatabend wird ersatzlos gestrichen, dafür das musikalische Geschehen verstärkt.

Wichtige Impulse kamen von der Internationalität. Die Brassband aus Rickenbach oder die Koninklijke Harmonie Swalmen gaben den Geschehen einen hohen Standart, denn beide gehören in ihrer Heimat zur Spitze.

Die Schweizer bestritten den Heimatabend und brillierten mit einem Kaffeekonzert, bei dem man Eigenart und Vorzug einer Brassbandbesetzung nach englischem Vorbild studieren konnte.

Swalmen rückte mit 80 Spielleuten an und absolvierte in einem vor Andrang „brummenden Zelt” ein Meisterkonzert. Der Zelttrubel erschütterte sie nicht; immerhin konnten die vorderen Zuhörerreihen diese Top-Leistung genießen.

Auch wenn von Ermüdungserscheinungen die Rede war, was beim 21. Stadtmusikfest nicht verwunderlich ist, da sich Abnutzungseffekte zeigten, zog der Vorstand eine positive Bilanz, zumal das Jugendfestival für eine große Bereicherung gesorgt hatte.

Die Festfolge an den drei Tagen gab allen die Möglichkeit, sich „persönlich” einzubringen, und wenn nur beim Festzug durch den proppenvollen geschmückten Ort.

Sonderlob für Waldenrath, Sonderbeifall für Ton Wilbers

Waldenrath holte sich ein Sonderlob wegen der Messgestaltung. Andere Vereine gaben vielfältige Frühschoppen- und Kaffeekonzerte, mochten sie dabei auch im Clinch mit dem Geräuschpegel liegen. Schließlich muss bei solchen Anlässen viel Geld, etwa durch Ausschank, verdient werden, damit die Kasse wieder stimmt.

Längst schon beschränken sich Stadtmusikfeste nicht mehr auf ortsansässige Vereine. Auch aus der Region gaben sich „gute Nachbarn” ein Stelldichein.

Dazu zählten Birgelen, Scherpenseel oder Obspringen. Einem Manne wurden besondere Ehren zuteil, der in 13 Jahren Horst zum Blühen gebracht hat: Dirigent Ton Wilbers, vom Publikum begeistert gefeiert.

Ihm war auch der Dreifach-Besuch aus Swalmen, seinem Heimatort, zu verdanken: Jugendabteilung, Stammverein und Egerländer Formation, die man in Horst schon früher schätzen gelernt hat.