Städteregion Aachen: Polizei setzt Ermittlungskommission gegen Wohnungseinbrüche ein

Städteregion Aachen : Polizei setzt Ermittlungskommission gegen Wohnungseinbrüche ein

Die registrierten Zahlen beim Wohnungseinbruch in der Städteregion schwankten zwischen den Jahren 2001 und 2009 zwischen 2050 und 1919 Einbrüchen. Die Zahlen für das Jahr 2010 sehen derzeit nicht schlecht aus. Doch die dunkle Jahreszeit steht noch bevor.

Wie im vergangenen Jahr setzt die Aachener Polizei daher wieder eine Ermittlungskommission ein. Das 20-köpfige Team aus Einbruchsermittlern, Präventionsexperten, Fahndern und Erkennungsdienstspezialisten soll Einbrechern gehörig zusetzen.

Um den Ganoven, zum Teil überörtlich anreisenden Tätergruppen, das Wirken schwer zu machen oder gar ganz zu vermiesen, sind die Ordnungshüter auf die Mithilfe der Menschen in der Region angewiesen. Wer etwas Verdächtiges feststellt, wird gebeten, sofort die 110 zu wählen.

Präventionstipps vom Kommissar

Haus- und Wohnungseinbrecher nutzen gerne die früh eintretende Dunkelheit, um in ihrer Tarnung unbemerkt und ungesehen aktiv werden zu können.

Gekippte Fenster und Terrassentüren sind geradezu eine Einladung für Einbrecher, lediglich ins Schloss gezogene Türen sind vom Täter auch schnell zu überwinden. Deshalb sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit stets verschlossen und die Haustüre zweifach abgeschlossen sein.

Weiterhin sollten bei Abwesenheit in den Wohnungsräumen Zeitschaltuhren für unregelmäßige Beleuchtung sorgen, so dass Fremde nicht erkennen können, dass die Wohnung oder das Haus unbewohnt ist.

Ist es zu einem Einbruch in den eigenen vier Wänden gekommen, so sind viele Menschen geschockt und empfinden einen großen Ekel. Die Verletzung der Privatsphäre, „da hat ein Fremder mein Betttuch, meine Wäsche, angefasst”, hat oft schwer wiegende psychische Folgen, die dem Opfer häufig mehr zu schaffen machen als der rein materielle Schaden. Sein Sicherheitsgefühl ist verloren gegangen. Doch jeder kann dazu beitragen, es den Einbrechern erheblich zu erschweren oder sie sogar von ihrem Vorhaben abzuhalten.

Dabei kann der Bürger mit einer ausgewogenen Kombination aus Verhaltensregeln und sicherungstechnischen Einrichtungen einen effektiven Schutz vor Einbrechern bewirken. Einen wirkungsvollen Schutz bietet zum einen die richtige Sicherheitstechnik. Einbruchshemmende Türen und Fenster nach DIN Norm verhindern den schnellen Zugang zum Objekt und schrecken den Täter oftmals ab, denn je länger er für seine Zielsetzung „arbeiten” muss, um so größer wird für ihn die Gefahr, ertappt zu werden.

Die Gefahr, in der sich der Einbrecher begibt, wird durch eine gut harmonisierende und funktionierende Nachbarschaft noch intensiviert. Diese bietet eine starke Säule der Prävention gegen Einbruchdiebstahl. Der aufmerksame Nachbar ist „der Alptraum” eines jeden Einbrechers. Die Pflege einer guten und aktiven Nachbarschaft ist ein unverzichtbarer und nicht zu unterschätzender Sicherheitsfaktor für das eigene Wohnumfeld.

Sollten Sie in Ihrer Umgebung Beobachtungen machen, die sie besorgt machen oder die Ihnen einfach nur ein „schlechtes Bauchgefühl” bereiten, dann informieren Sie bitte Ihre Polizei der Stadt und der Städteregion Aachen unter der Telefonnummer 0241/9577-0. Wenn es schnell gehen muss, wählen Sie natürlich die Notrufnummer der Polizei (110). Mit Ihrer Hilfe (Personen-, Fahrzeugbeschreibungen etc.) kann die Polizei dann schnell reagieren und gegebenenfalls potenzielle Einbrecher fassen.

Wie Sie Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung und somit auch sich besser schützen können, erfahren Sie durch speziell ausgebildete Mitarbeiter des Kommissariates 44 (Kriminalprävention/ Opferschutz) der Polizei Aachen. Die Beratung kann telefonisch oder auch unter Zuhilfenahme von Demonstrationsexponaten auf der Dienststelle in der Aachener Jesuitenstraße 5 (nach Terminabsprache) erfolgen.