Polizei kontrolliert verstärkt junge Fahrer

Polizei kontrolliert verstärkt junge Fahrer

Kreis Heinsberg. Die Unfallzahlen mit jungen Fahrerinnen und Fahrern, also der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren, zeigen wieder steigende Tendenz.

Das musste Polizeidirektor Günther Hamacher in der Pressekonferenz zur Veröffentlichung der Unfallstatistik des Jahres 2003 bekannt geben.

Er äußerte aber auch deutlich, dass dieser Entwicklung vehement entgegengewirkt werden müsse. Deshalb sind seit einiger Zeit wieder verstärkt Kontrollen zum Schutz der jungen Menschen angesagt.

So auch in der Nacht vom 18. auf den 19. März. Unter Leitung von Polizeihauptkommissar Arno Sieberichs, Dienstgruppenleiter der Polizeiwache Hückelhoven, kontrollierten Beamte besonders im Bereich der Polizeiwache Hückelhoven die Autofahrer.

Dabei wurde das Hauptaugenmerk auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und den Konsum von Drogen beziehungsweise Alkohol gelegt. Im Verlauf des Einsatzes wurden eine Vielzahl von Fahrzeugen angehalten und deren Fahrer überprüft.

Insgesamt fuhren elf zu schnell. Neun von ihnen mussten ein Verwarnungsgeld bezahlen, bei den anderen zwei musste eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet werden, da sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit erheblich überschritten hatten.

Die Fahrer von zwei Motorroller bekamen eine Verkehrsvergehensanzeige. Sie hatten an ihren Zweirädern Manipulationen vorgenommen, so dass diese viel schneller fuhren, als dies zulässig war.

Ein Pkw-Fahrer, er gehörte zu der Altersgruppe der jungen Fahrer, hatte Alkohol getrunken und wurde mit zur Polizeiwache genommen. Nach einem Atemalkoholtest musste er seinen Weg zu Fuß fortsetzen.

Auch wurden Fahrzeuge angehalten, die technische Mängel aufwiesen. Mängelkarten und Verwarnungsgelder waren die Folge.

Leider, so ein Polizeisprecher, belege der Verkehrsunfall vom Sonntag, bei dem ein 18-Jähriger aus Wassenberg tödlich verunglückte, „in seiner traurigsten Form, dass diese Kontrollen unerlässlich sind”.

Deshalb werde die Polizei im Kreis Heinsberg weiterhin verstärkt zum Schutz der jungen Menschen einschreiten.