Holzweiler: Pfarrfest in Holzweiler ist ein großes Volksfest

Holzweiler : Pfarrfest in Holzweiler ist ein großes Volksfest

Das Pfarrfest der Pfarrgemeinde St. Cosmas und Damian Holzweiler wird mit Unterstützung der Ortsvereine alle zwei Jahre wie ein kleines Volksfest gefeiert.

Der Erlös ist jeweils für die vielfältigen Aufgaben in der Gemeinde bestimmt.

Doch dieses Mal hatte sich der Pfarrgemeinderat zum fröhlichen Treiben etwas Besonderes einfallen lassen und die Kirche mit ihrer uralten Geschichte und altehrwürdigen Kostbarkeiten aus dem sicheren Tresor in den Mittelpunkt gerückt. Über 145 Jahre steht die neugotische Pfarrkirche, wie sie sich heute dem Besucher zeigt.

Das Seilerdorf soll jedoch bereits im achten Jahrhundert eine Kirche besessen haben, wie aus dem „Liber valoris”, dem Güterverzeichnis der Kirchen aus dem 12. Jahrhundert, entnommen werden kann, erklärte Lothar Heupts bei der Kirchenführung.

Weil diesmal das Gotteshaus im Mittelpunkt stand, läuteten auch die Glocken das Pfarrfest ein, das gleichzeitig zu einem ökumenischen Treffen wurde.

Der evangelische Posaunenchor Schwanenberg überraschte anschließend unter Leitung von Manfred Kamphausen mit dem Turmblasen von der Galerie aus. Bei der nachfolgenden Vesper mit Pfarrer Paul gab er der Feier zusätzlich die Festlichkeit von der Orgelbühne aus. Hubert Hurtz begleitete die Feier musikalisch an der Orgel.

Darüber hinaus gestaltete der seit eineinhalb Jahren bestehende Gospelchor unter Leitung von Klaus Hurtz die Vesper mit neuen und rhythmischen Liedern.

Die Tanzgruppe „Die Jumpies” unter Leitung von Petra Pistel setzten mit ihrem meditativen Tanz besondere Akzente und schlugen ein neues Kapitel in der Gottesdienstgestaltung auf.

Die Befürchtungen von Lothar Heupts, diese neue Elementen im Gottesdienst könnten zu große Diskussionen führen, wurden ihm durch lang anhaltenden Beifall genommen. Mit dem Dank an alle Mitwirkenden erteilte Pfarrer Paul den sakramentalen Segen, den es in Holzweile schon lange nicht mehr gegeben hatte. Wie treffend das Eingangslieder zur Vesper: „Gott baut ein Haus, das lebt...”

Und wie das Gotteshaus lebt und sich öffnete: Kirchenführung, Turmbesteigung und Besichtigung kirchlicher Kunstgegenstände rückten nach der Feier in den Mittelpunkt.

Der Sonntag begann mit dem Gottesdienst vor der Kirche, dem sich dann Geselligkeit rund um die Kirche und das Pfarrheim St. Marien anschloss.