Wassenberg: Pfarrer, Presbyter und Mitarbeiter protestieren

Wassenberg : Pfarrer, Presbyter und Mitarbeiter protestieren

Das Land Nordrhein-Westfalen plant massive Kürzungen in der Förderung der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Viele Angebote der freien Träger, insbesondere der Kirche, sind deshalb in ihrer Finanzierung gefährdet.

Die so genannte Volksinitiative „Jugend braucht Zukunft” ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern, sich für eine verbindliche öffentliche Förderung der Kinder- und Jugendarbeit einzusetzen.

Denn wenn mindestens 66.000 Wahlberechtigte in NRW bis zum 27. Januar die Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützen, muss der Landtag das Thema neu verhandeln.

Im Kreis Heinsberg ist die Evangelische Kirche in der offenen Kinder- und Jugendarbeit stark engagiert. Sie nimmt damit eine öffentliche Aufgabe wahr.

Insbesondere die Angebote im Campanushaus in Wassenberg sowie die mobile, aufsuchende Arbeit mit dem Projekt „Roadrunner” genießt hohe Anerkennung.

Die Evangelische Kirchengemeinde Wassenberg finanziert diese Arbeit zu zwei Dritteln aus Kirchensteuermitteln. Etwa ein Drittel der Gesamtkosten von 92.000 Euro pro Jahr werden von Stadt, Kreis und Land refinanziert.

Bei der ohnehin hohen Eigenleistung ist die Kirchengemeinde weiterhin auf eine verlässliche öffentliche Förderung angewiesen.

Um die Initiative „Jugend braucht Zukunft” noch einmal ins Bewusstsein zu rufen, gehen Pfarrer Dr. Titus Reinmuth (Vorsitzender des Presbyteriums), Pfarrer Thomas Bergfeld (zuständig für die Begleitung der Kinder- und Jugendarbeit), sowie Mitarbeiter und Presbyter der Evangelischen Kirchgemeinde am Freitag, 16. Januar, um 10 Uhr, gemeinsam zum Rathaus, um die Initiative zu unterschreiben.

Alle Wassenberger Bürgerinnen und Bürger, die das Vorhaben unterstützen möchten, sind eingeladen, sich anzuschließen und bis zum 27. Januar unter Vorlage des Personalausweises ihre Unterschrift zu leisten.