Heinsberg-Karken: Pfarrer Caldeira löst sein Versprechen ein

Heinsberg-Karken : Pfarrer Caldeira löst sein Versprechen ein

Besuch aus Brasilien, nämlich Generalvikar Pfarrer Walter Caldeira aus Sao Paulo, hat Vorsitzende Maria Houben bei der Vorstandssitzung des Arbeitskreises „Dritte Welt” Karken im Hause von Vorstandsmitglied Monika Achten begrüßt.

Bis Donnerstag wird Pfarrer Caldeira noch in Karken bleiben. Am Samstag löst er mit einer Trauung um 13 Uhr in der Karkener Pfarrkirche zugleich ein vor Jahren gegebenes Versprechen ein. Seit seinem Priesterstudium, und damit seit 28 Jahren, pflegt Walter Caldeira intensive Kontakte zu Karken und dem Arbeitskreis „Dritte Welt”.

Auf Vermittlung des damals in Sao Paulo tätigen Paters Hermann Jütten, der aus Karken stammte, wurde er von der Familie Gertrud und Ernst Tholen während des Studiums finanziell unterstützt, die er seitdem bereits einige Male besuchte und bei der er auch diesmal wieder zu Gast ist.

Damals war der heutige Generalvikar der Erzdiözese Belem im brasilianischen Sao Paulo noch Seminarist des Steyler Ordens. Es ist kein Zufall, dass Walter Caldeira in der Pfarre „Cristo Rei” seit nunmehr 13 Jahren tätig ist, denn in dieser Pfarre von Sao Paulo arbeitete einst Pater Jütten. Mit fortwährender finanzieller Unterstützung des Arbeitskreises „Dritte Welt” und weiterer privater Unterstützung aus Karken war und ist es ihm möglich auch dessen caritative Arbeit fortzusetzen.

So freute er sich an diesem Abend beim Arbeitskreis über eine Spende in Höhe von 2000 Euro. Damit wird er das dringend renovierungsbedürftige Spiel- und Sportareal am noch von Pater Jütten gebauten sozialen Zentrum der Gemeinde instand setzen. Im Gemeindezentrum werden täglich rund 120 Kinder aus besonders benachteiligten Familien der Pfarrgemeinde mit einer warmen Mahlzeit versorgt.

Im vergangenen Jahr wurde mit Hilfe des Arbeitskreises für die Küche ein neuer großer Herd angeschafft, auf dem ehrenamtlich tätige Frauen das Essen zubereiten. Ebenso wichtig wie die Beköstigung der Kinder ist auch deren Betreuung, die hier ebenfalls erfolgt, um sie von der Straße zu holen.

Von Anfang an waren es die persönlichen Kontakte zu Priestern und Ordensschwestern in der „Dritten Welt”, die den Mitgliedern des Arbeitskreises in Karken die Sicherheit gaben, dass Spendengelder wirklich dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Seit Jahrzehnten leistet der Arbeitskreis „Dritte Welt Karken” auf diesem Weg Hilfe zur Selbsthilfe.

Walter Caldeira, der sehr gut Deutsch spricht, erinnert sich noch gut an den ersten Brief des Arbeitskreises, den er 1974 erhielt. Im kommen Jahr wird er am 1. November sein 25-jähriges Priesterjubiläum feiern und vielleicht gibt es dann mit einigen Karkenern ein Wiedersehen in Brasilien.