Heinsberg: Per Korb in schwindelnde Höhen

Heinsberg : Per Korb in schwindelnde Höhen

Fünf Tage lang drehte sich bei den 1. Heinsberger Immobilientagen, organisiert von der Raiffeisenbank Heinsberg, alles ums Thema Haus. Diverse hochkarätige Referenten brachten Bau- oder Kaufwillige in Sachen Sanieren, Renovieren, Baumaterialien und besonders bei der neuen Energieeinsparverordnung auf den derzeit allerneuesten Wissensstand.

In der Bank-Schalterhalle auf der Siemensstraße hatten mehrere Firmen Informationsstände zum Thema Bauen errichtet. Hier konnten „halbe Häuser” in Holzbauweise, Möglichkeiten der Kanalsanierung, die Gefahren der Schimmelbildung oder die Risiken nicht einbruchsicherer Türen und Fenster begutachtet werden. Auch über die unterschiedlichsten Baustoffe wurde von kompetenten Beratern Auskunft erteilt.

Natürlich berieten auch die Verbundpartner der Raiffeisenbank alle Interessenten. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall zeigte die Möglichkeiten der Ansparung für ein Eigenheim, die R+V Versicherung bot alle Versicherungsinformationen, die Häuslebauer benötigen. Bei der Voba Immobilien eG konne man sich direkt das passende Haus oder Grundstück aussuchen. Mit der Versteigerung eines live vor der Bank errichteten Holz-Gartenhauses klang die Veranstaltung schließlich aus.

Die Heinsberger Feuerwehr hatte ihren Leiterwagen und ein weiteres Löschfahrzeug vor dem Geldinstitut postiert und Besucher mit dem Korb in luftige 30 Meter Höhe gehievt. Doch die Wehr zeigte nicht nur Heinsberg von oben, sie demonstrierte gleich zwei Mal eine kontrollierte Fettexplosion, wie sie beim Brand einer Fritteuse und Löschen mit Wasser unweigerlich passiert.

Am Abend war es dann endlich soweit. Mehrere Bieter hatten sich am Gartenpavillon versammelt, um ihn - nach vorherigen intensiven Besichtigungen - zu ersteigern.

Bank-Pressesprecher Roland Meintz eröffnete die Versteigerung mit dem Anfangsgebot von 100 Euro und schraubte dieses in 20-Euro-Schritten nach oben. Bei 260 Euro stiegen die ersten Bieter zwar aus, aber ein bietfreudiges Trio setzte seine Bemühungen um das von den Holzbaufirmen Knoben und Küppers gestiftete Holzhaus fort.

Bei 400 Euro lieferten sich nur noch zwei Kontrahenten ein heftiges Bieter-Gefecht, welches Axel Bettin aus Wassenberg mit dem Gebot von 600 Euro für sich entscheiden konnte. Der Erlös der Versteigerung geht schon in den nächsten Tagen der Organisation „Wir für Ruanda” zu. Deren „Aktivposten” Dr. Bierbaum war ebenfalls am Versteigerungsabend zugegen.