Wassenberg: Parteien kritisieren die Kreisumlage

Wassenberg : Parteien kritisieren die Kreisumlage

Kräftige „Prügel” bezogen der Kreis Heinsberg und insbesondere der Landrat im Wassenberger Stadtrat dafür, dass sie die Kommunen finanziell unter Druck setzten und ihnen die Luft zum Atmen nähmen.

Karl-Heinz Dohmen, CDU, verwies in seiner Haushaltsrede darauf, dass der Kreis den Gemeinden 2009 mit rund 108 Millionen Kreisumlage eine Steigerung von mehr als sieben Millionen aufbürde und sprach von einem „bitteren Saft”.

SPD und Unabhängige Liste (UL) griffen den Landrat an und warfen ihm eine zu großzügige Personalpolitik vor. Ernst Kluth, SPD: „Herr Landrat, wenn ich mich recht erinnere, sind Sie angetreten, um eine Verschlankung der Kreisverwaltung in Angriff zu nehmen”. Blicke man auf die Personalkosten im Kreishaushalt, so sei in den letzten Jahren wahrscheinlich jedoch das Gegenteil eingetreten. Kluth sprach von einer „Überverwaltung” und davon, dass der Kreis seinen Haushalt auf Kosten der Kommunen umverteile und selbst auf einer gesättigten Ausgleichsrücklage sitzen bleibe.

Zuvor hatte Karl-Heinz Dohmen für die CDU gefordert, den Ausbau der Umgehungsstraße 221 bis zur L 117 vorzuziehen: „Wassenberg muss dringend vom Verkehr entlastet werden”. Die Priorität der CDU liegt ansonsten nach seinen Worten bei Kindern, Jugendlichen und Familien.