Kreis Heinsberg: Parkinson-Selbsthilfegruppe feiert fünfjähriges Bestehen

Kreis Heinsberg : Parkinson-Selbsthilfegruppe feiert fünfjähriges Bestehen

Was vor fünf ­Jahren begann, ist heute zu einer festen Institution geworden: die Parkinson-Selbsthilfegruppe im Kreis Heinsberg. Das ist Leoni und Dieter Rösche zu verdanken. Sie haben diese Gruppe gegründet. Beide haben wesentliche Aufbauarbeit geleistet.

Für Mittwoch, 13. September, 17 Uhr, haben Regionalleiter Ulrich Gerhards und Leoni Rösche, die stellvertretende Regionalleiterin, die Mitglieder zu einer Feier aus Anlass des fünfjährigen Bestehens in das Pfarrheim der Katholischen Pfarrgemeinde Johannes der Täufer in Ratheim an der Kirchstraße eingeladen. Auch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Hückelhoven, Dieter Geitner, hat seinen Besuch angekündigt.

Seit 2013 ist Ulrich Gerhards (seit zwölf Jahren selbst an Parkinson erkrankt) Regionalleiter. Damit der Verein auch von außen wahrgenommen wird, wurden Flyer und Plakate erstellt und verteilt. Die Mitgliederzahl stieg — von circa 30 Mitglieder — stetig an. 76 Mitglieder zählen inzwischen zur Gruppe: Betroffene, Angehörige und Fördermitglieder. Wie viele an Morbus Parkinson Erkrankte es im Kreis Heinsberg gibt, ist nicht bekannt.

„Man redet über die Parkinson-Gruppe.“ Diese Erfahrung machte die Regionalleitung immer wieder dort, wo sie sich sehen ließ. Auch zahlreiche Anrufe von Betroffenen oder Angehörigen von Betroffenen zeigten laut Gerhards, dass sie froh darüber seien, dass es den Selbsthilfeverein gibt. Die verschiedensten Aktivitäten seien bei den Mitgliedern gut angekommen. Die monatlichen Treffen seien bisher sehr gerne angenommen worden, „doch in der letzten Zeit stagniert es etwas. Es gibt leider immer mehr Mitglieder, denen es schwerfällt, zu kommen.

Das Fortschreiten der Krankheit ist nicht aufzuhalten. Und das zerrt an den Kräften. Der Betroffene ist jedoch nicht allein, sondern unter Gleichgesinnten. Hier kann er die Angst einmal vergessen, auch wenn es nur für einen Augenblick ist.“ Die Parkinson-Regionalgruppe sei ein Selbsthilfeverein, also seien auch die Mitglieder gefragt. „Selbsthilfe macht Mut, Selbsthilfe stärkt“, so Gerhards.

Selbsthilfegruppen würden im Wesentlichen dem Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen, der praktischen Lebenshilfe sowie der gegenseitigen emotionalen Unterstützung und Motivation dienen. „Zukünftig wollen wir den Betroffenen und deren Angehörigen mehr Zeit geben, um über sich und seine Probleme zu reden. Dieser Punkt steht ab sofort bei unseren Treffen an erster Stelle.“

Für Informationen zur Gruppe ist Regionalleiter Ulrich Gerhards ist unter Telefon 02433/9031810 zu erreichen.