Panflöte ließ die Vögel zwitschern

Panflöte ließ die Vögel zwitschern

Hückelhoven (an-o/akai) - Zauberhafte Klänge eines uralten Instrumentes mischten sich in der Pfarrkirche St. Lambertus mit vertrauten Orgelklängen.

Die rumänischen Künstler Ion Malcoci und Gabriel Dorin musizierten Volkstümliches aus ihrer Heimat und bekannte Werke europäischer Komponisten auf Panflöte, Orgel, E-Piano und Violine. Im Mittelpunkt des Konzerts stand natürlich das Volksinstrument aus vielen kleinen Bambusröhrchen, über deren offene Enden die Atemluft erstaunlich variable Töne erzeugen kann. Ion Malcoci hatte zwei unterschiedlich klingende Instrumente mitgebracht, die er wirkungsvoll einsetzte. Sie konnten flüstern, raunen und weinen, aber auch übermütig zwitschern und singen.

Mit unglaublicher Virtuosität realisierte Malcoci wilde Sprünge, rasante Glissandi und kunstvolle Triller. Gabriel Dorin begleitete ihn dezent an der großen Kirchenorgel (die ja nichts anderes ist als eine mechanisierte Panflöte): Sie musizierten meditative rumänische Balladen und ein Adagio von Tomaso Albinoni in dieser Besetzung. Für romantische Werke hatten sie das E-Piano als Begleitinstrument gewählt.

Vogelgezwitscher

So bekannte Werke wie Robert Schumanns Träumerei, Johannes Brahms Ungarischer Tanz, Nicolo Paganinis Karneval in Venedig und Franz Schuberts Ave Maria lebten von ihren auf der Panflöte verzauberten Melodien - der Klaviersatz wirkte dagegen stumpf und glanzlos. Bei einigen volkstümlichen Stücken begleitete die Violine die Flöte: Der auf den Saiten tanzende Bogen passte gut zu den übermütigen Sprüngen der Panflöte.

Am verblüffendsten war diese Klangkombination beim Lied der Lerche, das von echtem Vogelgezwitscher kaum zu unterscheiden war. Die 50 Zuhörer waren begeistert und forderten zwei Zugaben.