Kreis Heinsberg: Osteoporose: Richtig ernähren, viel bewegen!

Kreis Heinsberg : Osteoporose: Richtig ernähren, viel bewegen!

Schätzungsweise vier bis sechs Millionen vor allem ältere Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose. Das Tückische: Den schleichenden Verlust an Knochenmasse spürt man nicht, und Schmerzen setzen oft erst im fortgeschrittenen Stadium ein.

Anlässlich des Weltosteoporosetages am 20. Oktober machen die Apotheker im Kreis Heinsberg auf die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, aufmerksam und geben Tipps, wie man der Krankheit vorbeugen kann.

„Es gibt viele einfache Möglichkeiten der Prävention”, erklärte Hans Kühle, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg. „Und das Gute: Jeder kann etwas für seine Knochen tun, je eher desto besser.” Die wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen Osteoporose sind regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.

Je stärker der Knochenaufbau in der Kindheit gefördert werde, desto geringer sei die Gefahr, im Alter an Osteoporose zu erkranken. Kühle: „Die Knochenmasse baut sich bis zu einem Alter von etwa 30 Jahren auf. Die nächsten zehn Jahre hält sie sich auf konstantem Niveau und spätestens mit Mitte 40 beginnt der langsame, aber stetige Abbau.”

Die Bausubstanz könne beeinflusst werden. „Zu den wichtigsten Bausteinen zählen Calcium und Vitamin D. Gerade in den Jahren des Aufbaus sollte daran kein Mangel herrschen. Aber auch im Alter sind Calcium und Vitamin D wichtig, um den Abbau der Knochendichte so lange wie möglich aufzuhalten.” Zum Schutz vor Osteoporose sei es daher wichtig, eine Doppelstrategie zu nutzen. Neben der calciumreichen Ernährung mit Milch und Milchprodukten wie Joghurt, Quark oder Käse sei ausreichend Sonnenlicht zur Vitamin-D-Produktion wichtig.

Weiter raten die Apotheker, sich regelmäßig zu bewegen. Besonders geeignet seien Ausdauersportarten wie Jogging, Walking, Wandern, aber auch Schwimmen, Gymnastik oder Tanzen. In den vergangenen Jahren seien auch immer mehr jüngere Menschen ab dem 35. Lebensjahr an Osteoporose erkrankt. „Häufig sind diese Kranken starke Raucher.”

Menschen, die bereits an Osteoporose leiden, sollten diszipliniert und therapietreu sein. „Viele Patienten brechen ihre Therapie vorzeitig ab oder halten sich nicht an die vorgegebene Dosierung ihrer Medikamente. Durch intensive Beratung können wir mögliche Einnahmefehler erkennen und immer wieder auf die Bedeutung der Therapietreue hinweisen”, sagte Kühle. „Ziel ist es, eine hohe Lebensqualität möglichst lange zu erhalten und schmerzhafte Brüche zu vermeiden.”