Heinsberg-Dremmen: Ortsvorsteher plaudert aus dem Nähkästchen

Heinsberg-Dremmen : Ortsvorsteher plaudert aus dem Nähkästchen

Im Hühnerstall der Karnevalsgesellschaft Drömmer Hahne war zur Proklamationssitzung wieder mächtig was los: Die bunte Mischung aus Show, Tanz, Büttenrede und natürlich der Inthronisation des Prinzenpaares Peter VI. und Elke (Herberg) bestätigten erneut die Arbeit von Sitzungspräsident Jochen Lintzen.

In gewohnter Manier führte Jochen Lintzen wahrhaft herzerfrischend durch das närrische Programm, dessen Beginn mit dem Abschied des scheidenden und damit traurigen Prinzenpaares Mario I. und Brigitte (Bellgardt) behaftet war. Und nachdem Prinz Mario das Zepter abgegeben hatte, rief der Sitzungspräsident die neuen Tollitäten zwecks Proklamation auf die kunterbunten Bühnenbretter.

Lang war der Weg, den sich Prinz Peter VI. und seine liebreizende Prinzessin Elke mit den Adjutanten Ralf Herberg und Joschy Krancan auf die Bühne bahnten, um endlich das kostbare Narrenzepter in Empfang zu nehmen. „Wer kann unser Prinzenpaar besser proklamieren als unser Ortsvorsteher Theo Esser?”, fragte Jochen Lintzen die tobende Menge und reichte das Mikrofon zur närrischen Dichterei an Ortsvorsteher Theo Esser weiter.

„Seit ein paar Jahren ist es Sitte, dass ich hier steh´ in eurer Mitte, Prinz Karneval zu proklamieren, der für ein Jahr uns soll regieren. Prinz Peter der Sechste, seht ihn euch an: Ist es nicht ein Bild von einem Mann? Er und die hübsche Prinzessin Elke, das muss man schon sagen, sind hervorragende Repräsentanten der Drömmer Hahne.

Zwölf Jahre waren sie allein, doch 2003 stellte sich ein überraschender Kindersegen ein. Drillinge kamen im Hause Herberg zur Welt; mit Marie, Lukas und Simon ist die Familie nun bestens bestellt”, plauderte Theo Esser aus dem familiären Nähkästchen der Herbergs. Weiterhin verriet der Ortsvorsteher, dass die Prinzenregentschaft ganz „auf dem Mist” von Prinzessin Elke gewachsen sei.

Denn: „Da Elke nie spontan und nichts ohne Plan machen kann, ging sie die Prinzenregentschaft auch sehr sorgfältig an. Sie meldete ihren Peter beim Prinzenpirscher für 2008 als Prinzen an, denn dann wusste sie, dass ihr Peter nicht mehr nein sagen kann. Peter Knoben war platt und musste gestehen: Das ist in der Drömmer KG noch nie geschehen”, so die Ausführungen von Ortsvorsteher Theo Esser, ehe sich das bunte Programm in Gang setzte.

Rockig und fetzig ging es in der närrischen Bütt mit „Manni, dem Rocker” zu, ehe die kleine kecke Drömmer Showtanzgruppe die Herzen der Karnevalisten eroberte. Von Seiten der Drömmer Hahne zeigten im weiteren Sitzungsverlauf sämtliche Tänzerinnen und Tänzer ihr Können und wurden mit tosenden Beifällen für ihre monatelangen Trainingseinheiten entlohnt. Mit von der tänzerischen Drömmer Partie waren die mittlere Garde, die große Tanzgarde, Tanzmariechen Stephanie Heinrichs sowie die Showtanzgruppe „Highlights”.

Mit einem Zwiegespräch versprühten „Frau Knüssel und Frau Knatsch” beste Laune, ehe das Stadtprinzenpaar mit stattlicher Abordnung die Narrenhalle auf den Kopf stellte. Jonglage in Verbindung mit Comedy vereinte Multitalent Phillip Dammer, bevor Stimmungssänger Pascal Krieger den Hühnerstall musikalisch zum Brodeln brachte.

Richtig voll auf den Bühnenbrettern wurde es letztlich mit dem Besuch der Gastgesellschaften und dem Austausch der Orden, ehe die Drömmer Comedy-Truppe „Rosa Lecker” wie gewöhnlich alle Register zog. Standesgemäß bot „Rosa Lecker” eine Show allerhöchsten Kalibers und hatte es ob der „Zugaberufe” schwer, überhaupt von der Bühne zu kommen. Schlusslicht der fantastischen Drömmer Sitzung waren „De Halunke”, die als mitreißende Stimmungsband ihre Arbeit verstanden.