Orden für Eckpfeiler des Vereinslebens

Orden für Eckpfeiler des Vereinslebens

Brachelen (an-o/rk) - Der Neujahrsempfang der Brachelener Vereine stand diesmal ganz im Zeichen eines Mannes: Hermann Josef Küppers. Für sein Engagement rund um die Brachelener Vereinswelt bekam er das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, allgemein als Bundesverdienstkreuz bekannt, ist die höchste Auszeichnung für Zivilpersonen in Deutschland. Es verlangt nach einer Persönlichkeit, die durch besonderes Engagement für seine Mitmenschen hervortritt. Ein würdiger Vertreter dieses selten gewordenen Menschenschlages wohnt in Brachelen: Hermann Josef Küppers. Er ist ein Mann, der seit mehr als einem halben Jahrhundert das Vereinsleben des Ortes prägt.

Sei es als Mitglied des SV 1910, wo er von 1948 bis 1957 kickte und den Fußballern in den 60-ern als Kassierer und Geschäftsführer treu zur Seite stand. Oder sei es als Schütze in der St. Sebastianus Bruderschaft, in der er 1964 Schützenkönig und Bezirksschützenkönig wurde. Oder in seinem geliebten Kirchenchor St. Gereon, wo er bereits seit 1946 mitsingt: Überall stand und steht er seinen Mann.

Um Heimat verdient gemacht

Seine langjährige Erfahrung als Vorsitzender des Chores, diese Funktion bekleidet er seit 1958, machen ihn seit Jahren zum kompetenten Vertreter aller Kirchenchöre im Kulturring der Stadt Hückelhoven.

Auch in der Kommunalpolitik war Küppers aktiv. So arbeitete er von 1964 bis 1972 als Gemeindevertreter Brachelens, von 1964 bis 1969 gar als stellvertretender Bürgermeister für seinen Heimatort. Außerdem organisiert und leitet er seit 1974 die jährlichen Seniorennachmittage der Stadt Hückelhoven.

Landrat Erich Laumanns, der Küppers das Verdienstkreuz verlieh, würdigte ihn als einen Menschen, der sich "wahrlich um seine Heimat verdient gemacht hat". Respekt von ihm auch für die Ehefrau des Würdenträgers, "die so oft auf ihren Gatten verzichten musste".

Auch Bürgermeister Werner Schmitz honorierte die Leistungen von Hermann Josef Küppers. Mit einem Erich Kästner-Zitat ("Es gibt auf der Welt nichts Gutes, außer man tut es.") zog er symbolisch den Hut vor "Mitbürgern, die bereit sind, durch vorbildlichen Einsatz im Dienst der Allgemeinheit Verantwortung für das allgemeine Wohl übernehmen". Sprich: Hermann Josef Küppers.

Ein passenderer Rahmen für die Verleihung des Ordens als den Neujahrsempfang, der von allen Brachelener Vereinen mitgetragen wird, war nicht vorstellbar. Schließlich ist Küppers aus der Vereinswelt nicht mehr wegzudenken.