„Oos Platt”: 45. Ausgabe des Mundartheftes

„Oos Platt”: 45. Ausgabe des Mundartheftes

Kreis Heinsberg. Mit Riesenschritten geht es auf die 50 zu: In diesen Tagen ist mit dem Sommerheft 2003 die 45. Ausgabe des Mundartheftes „Oos Platt” erschienen.

Der Mundart-Arbeitskreis der Volkskundlichen Arbeitsgemeinschaft im Kreis Heinsberg hat wieder zahlreiche „Stöckskes, Anektötsches on Jedichte” zusammengetragen.

Angesichts des Irak-Krieges hat die „Oos-Platt”-Redaktion festgestellt: „Die Ereignisse im Irak haben gezeigt, dass der Weltfrieden noch längst nicht gesichert ist und um seine Erhaltung noch viel gerungen werden muss. In dieser Zeit wurden auch Erinnerungen an die Schlussphase des Zweiten Weltkrieges wach, als unsere Heimat Frontgebiet war.”

An diese Zeit ist in vielen Beiträgen in „Oos Platt” erinnert worden, so auch im aktuellen Heft. So wird eine Begebenheit zweier Soldaten aus Arsbeck in Russland wiedergegeben, die Karl Bertrams gehört und notiert hat.

Heinz Eßer aus Wegberg dichtete „So kott noem Kreesch” und auch Dr. Theo Essers „Äch bön va Hölve” spielt im Jahr 1945.

Wie immer bietet „Oos Platt” heitere und besinnliche Geschichten und Gedichte, die der Jahreszeit entsprechen. Titel wie „Suémeroovend” oder „Kirmes int Dörp” oder „Pengste mott gebeiert werde!” verdeutlichen das.

Aber Land und Leute kommen nicht zu kurz: So schildert Anna Ludwigs, wie es war „Bei oss de Hem” in Geilenkirchen, während Magda Hausmann erzählt, was ein „Schottelsplock” ist.

Josef von den Driesch lüftet das Geheimnis von „Tütta on de schnühe Düres”. Dies ist natürlich nur eine Auswahl der vielen Beiträge.

Traditionell wird das Heft durch einen Artikel von Leo Gillessen zur „Vergessenen Mundart” abgeschlossen. Auch in dieser Ausgabe werden die Textbeiträge durch Bilder aus früherer Zeit ergänzt, wobei vor allem die Zeit zwischen 1946 und 1965 berücksichtigt ist.

„Oos Platt” ist zum Preis von zwei Euro bei den Mitgliedern des Mundart-Arbeitskreises, in den Kreismuseen, in den örtlichen Buchhandlungen und im Bürger-Service-Center des Kreishauses erhältlich.

Die Redaktion, bestehend aus Johannes Bürger, Leo Gillessen, Josef Laumen, Helmut Nobis und Peter Zumfeld, bittet Leser und Interessenten, geeignete Beiträge für „Oos Platt” dem Mundart-Arbeitskreis zur Verfügung zu stellen.

Denn jeder Beitrag ist auch ein Beitrag zum Erhalt der heimischen Mundart.

Die Kontaktadresse: Josef Laumen, Hellstraße 5, 52525 Heinsberg.