Städteregion: Online-Termine sorgen für Entspannung im Straßenverkehrsamt

Städteregion : Online-Termine sorgen für Entspannung im Straßenverkehrsamt

Die Verwaltung sieht sich auf dem richtigen Weg: „Die Online-Terminvergabe hat sich in der Praxis bewährt“, stellt Helmut Etschenberg knapp fünf Monate nach Einführung des Systems im Straßenverkehrsamt fest.

Als aktuelles Beispiel nennt der Städteregionsrat die Zahlen aus dem Januar: Genau 700 Online-Termine hat es demnach im ersten Monat des neuen Jahres gegeben — 606 in der Zulassungsstelle und 94 im Führerscheinwesen. Das sind Werte, die der Städteregionsrat als deutlichen Beleg für die nach kurzer Zeit schon hohe Akzeptanz des neuen Angebotes sieht.

Es gibt also offenbar wieder positive Nachrichten aus dem von Kunden am stärksten frequentierten Amt der Städteregion, nachdem es lange Zeit wegen ausgeprägter Kundenunzufriedenheit und hoher Mitarbeiterbelastung und -überlastung in den Schlagzeilen gewesen war.

Dazu passt der Verweis des Städteregionsrates auf die Entwicklung bei den Wartezeiten: „Das neue System lässt eine genaue Messung bei den Terminkunden zu. Das Ergebnis ist herausragend. In der Praxis wartet man mit einem Online-Termin im Durchschnitt weniger als drei Minuten“, stellt Etschenberg zufrieden fest.

Rund 200.000 Bürger steuerten im vergangenen Jahr das Amt in der Carlo-Schmidt-Straße in Würselen an, an Spitzentagen waren es mehr als 1000. Ähnlich hoch ist das telefonische Aufkommen. Und auch hier will die Städteregion weitere Maßnahmen zugunsten der Kunden ergreifen: Mitte des Jahres wird ein Callcenter seine Arbeit aufnehmen. Dann sollen die Zeiten der schlechten Erreichbarkeit passé sein. Und, wenn es nach dem Willen der Verwaltung geht, auch generell die Zeiten der unzufriedenen Kunden.

Datenaustausch mit Kreis Düren

Dazu könnte auch eine weitere Neuerung beitragen, für die sich der Städteregionsausschuss am Donnerstagabend ausgesprochen hat: Im Zuge der seit Februar 2011 geltenden Kooperation zwischen der Städteregion und dem Kreis Düren sollen die Zulassungsstellen beider Partner in Zukunft Zugriff auf die Melderegister aller kreis- und regionsangehörigen Kommunen haben. Von dem automatisierten Abruf der Daten erhoffen sich die Beteiligten nach Verwaltungsangaben eine Beschleunigung des Zulassungsverfahrens sowie — dank der Vermeidung von Erfassungsfehlern — eine Qualitätssteigerung.

In diesem Sinne haben die Mitglieder des Städteregionsausschusses dem am 12. April tagenden Städteregionstag einstimmig den Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit dem Kreis Düren empfohlen. Sie ist nach Aussage der Bezirksregierung erforderlich, um den Ausbau der Kooperation auf einer juristisch sicheren Basis vollziehen zu können.

(gro)